Spanien: Katalonien führt die ersten sieben elektrischen Überlandbuslinien ein, die mit Bahnhöfen verbunden sind


Fotos Generalitat de Catalunya.
Das katalanische Ministerium für Territorium, die Generaldirektion für Verkehr und Mobilität und Ferrocarrils de la Generalitat de Catalunya (FGC) werden die Flotte der sieben Überlandlinien, die derzeit die FGC-Bahnhöfe mit den nahe gelegenen Stadt- und Industriezentren verbinden, mit Elektrobussen erneuern. Dies werden die ersten sieben Überlandlinien sein, die zu 100 % elektrisch betrieben werden.


Die ersten beiden Elektrobusse haben am Donnerstag den Betrieb auf der Linie zwischen der FGC-Station Olesa de Montserrat und Esparreguera aufgenommen. Diese Linie hat eine Nachfrage von 44.000 Fahrten pro Jahr. Es handelt sich um 12 Meter lange Busse mit 37 Sitzplätzen, die barrierefrei sind und einen Verbrauch von 71 kWk pro 100 km haben. Die Batterien werden nachts in den Bussen der Betreibergesellschaft TGO DX aufgeladen.
Nächste Station: Sant Joan
Vier neue Elektrobusse sollen in der ersten Hälfte des Jahres 2023 auf der Strecke zwischen dem Bahnhof Sant Joan und dem Industriegebiet Can Sant Joan in Sant Cugat del Vallès in Betrieb genommen werden. Diese Linie hat eine jährliche Nachfrage von 436.000 Fahrten. In diesem Fall wird FGC die Energie über eine ultraschnelle Ladestation liefern, die an der Station als Ergänzung zum nächtlichen Aufladen der Batterien in den Kabinen der Betreibergesellschaft Marfina Bus installiert wird.
Was die anderen Linien betrifft, so wurde für die Linien Bellaterra - Parc de l'Alba (Marfina Bus) und Sant Vicenç dels Horts - Torrelles de Llobregat (Soler i Sauret) bereits eine technische Studie durchgeführt, um den Typ des Elektrofahrzeugs zu bestimmen, und es wurde mit der Erneuerung der Busflotte begonnen, die bis 2023 abgeschlossen sein soll. Die Strecken Capellades - estació (Montferri), Piera - Urbanitzacions (Montferri) und Piera - Hostalets del Pìerola (Montferri) befinden sich noch in der Studienphase mit Fahrzeugen und Herstellern, um den Typ des Elektrofahrzeugs zu bestimmen.
Insgesamt sollen 12 Dieselbusse durch 12 Elektrobusse ersetzt werden. Der Einsatz von Elektrofahrzeugen ist in städtischen Verkehrsnetzen bereits gang und gäbe, nicht jedoch in überörtlichen Verkehrsnetzen, wo die Notwendigkeit der Autonomie der Fahrzeuge für die Erbringung von Dienstleistungen bedeutet, dass es noch keine voll entwickelte Industrie für Elektrofahrzeuge im öffentlichen Verkehr gibt und jede Maßnahme an die Merkmale und Bedürfnisse der jeweiligen Dienstleistung angepasst werden muss.
Dekarbonisierung der Mobilität
Die Minister für Territorium, Juli Fernández, wies darauf hin, dass mit Initiativen wie dieser "die Mobilität an die aktuelle Realität anpassen: an die Herausforderungen der Dekarbonisierung und des Kampfes gegen den Klimanotstand". Er betonte, dass diese Busse "mit Nettoenergie" fahren werden, und fügte hinzu, dass "es unsere Pflicht ist, Teil der Lösung zu sein und dafür zu sorgen, dass wir das Erbe, das wir künftigen Generationen hinterlassen, erhalten".
Der Stadtrat hingegen hat erneut ein integrales Eisenbahnsystem in Katalonien ins Gespräch gebracht, das auch Rodalies einschließt: "eine enorme Herausforderung, aber wir wollen daran arbeiten, das Leben der Menschen ein wenig zu erleichtern". "Denn der öffentliche Verkehr muss eine echte, effiziente Alternative für alle und überall sein", schloss er.
Der Präsident von Ferrocarrils, Toni Segarra, betonte, dass diese Aktion "unsere Rolle als Aktivisten gegen den Klimawandel stärkt, da wir die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel fördern und attraktiver machen, damit mehr Menschen sie nutzen". Segarra betonte, dass das Unternehmen fest entschlossen sei, "die Energiewende im Lande voranzutreiben" und eine nachhaltigere Mobilität zu fördern, "mit mehr öffentlichem Verkehr und durch die Förderung der Intermodalität, um die Nachfrage vom Individualverkehr auf nachhaltigere Verkehrsmittel umzulenken".
Förderung der Intermodalität von Bus und Bahn
Seit dem Jahr 2000 arbeitet die FGC mit verschiedenen Betreibern bei der Finanzierung von Überlandbuslinien zusammen, für die die Generalitat de Catalunya (über die Generaldirektion für Verkehr und Mobilität) zuständig ist, da es sich um Buslinien handelt, die die Fahrgäste ganz oder teilweise zu Ferrocarrils bringen, wobei davon ausgegangen wird, dass der Fahrgast, der jetzt die Verbindung herstellt, nicht die Bahn nutzen würde, wenn es die Buslinie nicht gäbe.
Auf diese Weise wird die Intermodalität zwischen Zug und Bus gefördert, die Fahrpläne werden koordiniert, es werden hochwertige Verbindungen geschaffen und gleichzeitig wird die Nutzung des öffentlichen Verkehrs gefördert.
WKZ, Quelle FGC




