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Dienstag, 11 Oktober 2016 18:45

Spanien: Bombardier erneut vom AVE-Wettbewerb disqualifiziert

Nach Informationen des spanischen Wirtschaftsblattes Expansión und der Nachrichten-agentur Europa Press wurde das Angebot von Bombardier für die Ausschreibung neuer AVE-Züge der Renfe disqualifiziert. Das Angebot Bombardiers würde nicht die Vorgaben über die Lieferung von bis zu 30 neuen AVE-Zügen im Wert von 2,6 Mrd. Euro und derer anschließenden Wartung erfüllen.

Bombardier stand der Ausschreibung aufgrund der eng gefassten finanziellen Vorgaben kritisch gegenüber und hatte die Anerkennung von Spezifikationen verweigert. Somit wird die Ausschreibung zwischen Siemens, Alstom, CAF und Talgo entschieden.

Die Ausschreibung ist angesichts der Unsicherheit über eine neue Regierung inzwischen ein schwieriges Thema für die Bahngesellschaft geworden, wie die katalanische Tageszeitung La Vanguardia berichtet. Die Bestellung wird zum großen Teil über eine Neuverschuldung finanziert, für die die Regierung die letzte Zustimmung erteilt.

Am 06.10.16 sagte der stellvertretende Minister für Entwicklung, Rafael Catalá, dass "das Ausschreibungsverfahren noch nicht abgeschlossen" ist und die Bewertung der abgegebenen Gebote noch analysiert werde. Noch auf der Innotrans zeigte er sich zuversichtlich, dass "in kurzer Zeit, die technischen und wirtschaftlichen Angebote analysiert sein werden und es einen Gewinner geben wird". Ein Termin wurde aber nicht genannt.

Die Bewertung der Angabote, mit einem Gewicht von 65% für die Finanzierung und 35 % für die Technologie, wird zuerst der Renfe-Direktion und dann dem Verwaltungsrat mitgeteilt. Letzterer tritt in der Regel am letzten Dienstag des Monats zusammen, dies könnte im besten Fall der 25. Oktober sein. Obwohl formal die Entscheidung der Renfe unterliegt, konsultiert diese in der Regel das Ministerium für Entwicklung.

WKZ, Quelle InfoLibre, La Vanguardia

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