Niederlande: Dem neuen Intercity einen Schritt näher: Zulassung für niederländische Strecke


Foto NS.
Bevor ein Zug in den Niederlanden in Betrieb genommen werden kann, muss der Zughersteller zunächst eine Zulassungsprüfung durchführen. Nach einem umfangreichen Zulassungsprogramm ist der neueste Intercity (ICNG) von der Aufsichtsbehörde (ILT) offiziell für den niederländischen Schienenverkehr zugelassen worden. Für die Reisenden bedeutet dies, dass das Reisen mit dem neuen, schnellen Intercity einen weiteren Schritt näher rückt.


Dieser neue Zug verbindet hohe Geschwindigkeit mit verbesserter Zugänglichkeit. Der Zug ist außerdem mit allen Annehmlichkeiten wie bequemen Sitzen, Wifi, Steckdosen und USB-Anschlüssen ausgestattet.
Maarten Bakker ist als Programmleiter für die Einführung des ICNG verantwortlich: "Es ist ein wichtiger Meilenstein, dass der Zug von der Inspektion zugelassen wurde. Damit ist sichergestellt, dass wir eine neue Phase des Testprogramms beginnen können. Bei den derzeit in den Niederlanden verkehrenden Zügen handelt es sich noch um Testzüge. Sobald der erste Zug ausgeliefert und vom Hersteller an die NS übergeben wurde, wird er ein weiteres Testprogramm durchlaufen, und dann werden wir zum ersten Mal mit Fahrgästen Probefahrten durchführen können. Wir gehen davon aus, dass wir noch vor dem Sommer den Betrieb aufnehmen können. "
Erste Folgemaßnahmen
In der ersten Hälfte dieses Jahres wird die NS die dritte Phase des NS-Versuchsbetriebs einleiten. Dann werden die Züge auf der Strecke Amsterdam - Rotterdam - Breda zum ersten Mal probeweise mit Fahrgästen an Bord verkehren. "Das ist wichtig, denn nur mit Fahrgästen im Fahrplan kann man wirklich sehen, wie sich der Zug in der Praxis verhält und weitere Anpassungen vornehmen", sagt Bakker. Schritt für Schritt wird der neue Intercity dann auf weiteren Strecken verkehren. Nach der Strecke Amsterdam - Rotterdam - Breda wird die Strecke Den Haag - Rotterdam - Eindhoven folgen (teilweise über die Hochgeschwindigkeitsstrecke). In weiteren Schritten wird die ICNG auch über die Hochgeschwindigkeitsstrecke von Amsterdam und Rotterdam nach Antwerpen und Brüssel sowie aus Richtung Rotterdam über Amsterdam Süd und Zwolle nach Leeuwarden und Groningen verkehren.
Erprobtes und bewährtes Konzept
Der Zug basiert auf dem Coradia-Konzept des französischen Zugherstellers Alstom. Mehr als 2.400 Züge dieses Konzepts sind bereits in mehreren Ländern im Einsatz. Der Zug wurde speziell für die NS angepasst, so dass er sowohl auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke (HSL) als auch auf dem Haupteisenbahnnetz (HRN) eingesetzt werden kann. In den letzten Jahren hat der neue Intercity ein umfangreiches Test- und Zulassungsprogramm durchlaufen. Dazu gehörten Tests auf verschiedenen Teststrecken in Europa, in einer speziellen Klimakammer in Wien und natürlich viele Testfahrten auf der niederländischen Strecke, sowohl auf der HSL als auch auf der regulären Strecke. Die Tests dauerten länger als erwartet. Der Zug wird in mehreren Ländern hergestellt und entwickelt. Wegen der Corona standen die Fabriken still, Software konnte nicht getestet und entwickelt werden und Teile waren nicht verfügbar. Darüber hinaus erwiesen sich mehrere Software-Updates als notwendig. Jetzt, wo der Zug offiziell zugelassen ist, können wir bald mit dieser letzten Phase des Testprogramms beginnen.
Über den neuen Intercity: ICNG
Der französische Zughersteller Alstom entwickelt und baut für NS 99 schnelle Intercity-Züge mit insgesamt 33.000 Sitzplätzen. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 200 Stundenkilometern auf der HSL verbindet die ICNG Städte und Regionen schneller. Dank des zusätzlichen Antriebs kommt dieser Zug schneller voran als die üblichen Züge auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke, was in den kleinen Niederlanden mit relativ vielen Haltestellen von Vorteil ist. 20 der 99 Intercity-Züge sind auch für die belgische Strecke geeignet. Damit kann die Verbindung nach Brüssel weiter verbessert werden, ein lang gehegter Wunsch unserer Reisenden in den Süden.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle NS




