
Foto Martin Kubík.
Die Eisenbahnbrücke unter dem Vyšehrad ist an der Grenze ihrer Funktionsfähigkeit angelangt. Daher wird die Eisenbahnverwaltung Správa železnic schrittweise die notwendigen Maßnahmen ergreifen, die den Eisenbahnbetrieb im Laufe des Jahres beeinflussen werden. Als erstes trat Mitte Januar das Verbot von Zügen mit mehreren Lokomotiven in Kraft.
Ziel der anderen Maßnahmen ist es, den Verkehr auf der Brücke so weit wie möglich aufrechtzuerhalten, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Gleichzeitig ergreift die Eisenbahnverwaltung Maßnahmen, um die voraussichtliche Einschränkung des Güterverkehrs zu lockern.
Die Brücke zwischen Smíchov und Výtoní wurde in den letzten Jahren einer Reihe von detaillierten Untersuchungen unterzogen, einer statischen Nachrechnung unterzogen, und auch Belastungstests haben die Diagnose ergänzt. Als Reaktion auf die Ergebnisse hat die Eisenbahnverwaltung die Überwachung der Brücke verschärft und in Zusammenarbeit mit der (Technické cookies využívané aplikacemi, ČVUT) eine Langzeitüberwachung ab 2020 eingeführt. Die Strukturen sind permanent mit Sensoren ausgestattet, die die laufenden Veränderungen kontinuierlich überwachen und auswerten. In diesem Jahr plant die Eisenbahnverwaltung auch die Behandlung kritischer Bereiche auf dem Brückendeck und den Hauptträgern. Der Zustand der einzelnen Teile entspricht jedoch dem Alter, dem Material, der konstruktiven Ausführung und der betrieblichen Belastung und kann durch Wartung nicht rückgängig gemacht werden. Obwohl die Brücke am Ende ihrer Lebensdauer angelangt ist, bleibt der Verkehr auf ihr dank der getroffenen Maßnahmen sicher.
Ab Mitte Februar 2023 ist die Eisenbahnverwaltung gezwungen, die Belastungsklasse der Brücke von C3 auf C2 herabzusetzen, was letztlich den Betrieb von Güterzügen verhindern wird. Ab 2024 wird die Geschwindigkeit auf der Strecke auf 20 km/h reduziert, schwerere Fahrzeuge werden die Brücke nicht mehr befahren können und nur noch ein Zug wird das bestehende Bauwerk passieren können. Die Gesamtbelastung der Brücke muss für das nächste Jahr auf 60 Prozent des aktuellen Wertes reduziert werden.
Die weiter südlich liegende Branický-Brücke ist für die Abwicklung des Güterverkehrs in diesem Teil Prags von grundlegender Bedeutung. Mit der Instandsetzung und dem zweigleisigen Ausbau des Abschnitts Branický most - Praha-Krč - Spořilov wird noch in diesem Jahr begonnen. Die Eisenbahnverwaltung wird in den kommenden Tagen eine Ausschreibung für den Bauunternehmer veröffentlichen. Ein wichtiger Aspekt bei der Bewertung der Angebote wird die Verkürzung des so genannten "gleislosen Betriebs" sein, d. h. des Zeitraums, in dem keine Züge auf der Brücke fahren. Správa železnic stimmt den Bauverlauf und die Möglichkeiten der Verkehrsorganisation mit Vertretern des Verbands der Eisenbahnfrachtführer ŽESNAD.CZ (Sdružení železničních nákladních dopravců České republiky) ab, um die Auswirkungen auf den Güterverkehr so weit wie möglich zu eliminieren.
WKZ, Quelle Správa železnic