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Freitag, 09 März 2018 20:45

Finnland/Norwegen: Prüfung einer arktischen Eisenbahnverbindung Rovaniemi - Kirkenes

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Das finnische und das norwegische Verkehrsministerium haben am Freitag (09.03.18) entschieden, dass die Arctic Railway Route von Rovaniemi (Finnland) nach Kirkenes (Norwegen) die realistischste Route für eine Eisenbahnstrecke von Europa zum Arktischen Ozean ist. Eine spezielle Task Force-Gruppe wird diese Alternative bis Ende 2018 näher untersuchen.

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Von fünf geprüften Verbindungen wird die grüne vorgeschlagen. Grafik Ministry of Transport and Communications.

Die vorgeschlagene Verbindung würde rund 2,9 Mrd. Euro kosten und von Finnlands nördlicher Stadt Rovaniemi zu Norwegens eisfreiem Tiefwasserhafen Kirkenes führen, der etwa 15 km von der Grenze zu Russland entfernt liegt. Es wäre die erste Eisenbahnverbindung von einem Mitgliedstaat der Europäischen Union zu einem Hafen im Arktischen Ozean.

Ziel ist es, die Eisenbahn bis 2030 bauen zu lassen, sagte die finnische Verkehrsministerin Anne Berner. Gleichzeitig bereiten die Behörden in Lappland die Arktis-Eisenbahnlinie von Rovaniemi nach Kirkenes vor. Dieser Prozess wird 2-3 Jahre dauern, doch die ersten Ergebnisse sollten vor dem Sommer 2018 vorliegen.

Die arktische Eisenbahn ist ein wichtiges europäisches Projekt, das eine engere Verbindung zwischen Nord-, Arktis- und Kontinentaleuropa schaffen würde. Die Verbindung würde die Bedingungen für viele Industrien in den nördlichen Gebieten verbessern", sagte die finnische Verkehrs- und Kommunikationsministerin Anne Berner auf einer Pressekonferenz.

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Das Projekt in Verbindung mit der Rail Baltica und dem Eisenbahn-Tunnel Estland - Finnland. Gtafik Region of Northern Lapland.

Sie sagte, die Eisenbahn müsse mit dem vorgeschlagenen Projekt zum Bau eines Unterwasser-Eisenbahntunnels zwischen Finnland und Estland verbunden werden. Mit dem Tunnel würde die Eisenbahn auch mit Rail Baltica verbunden, einer Verbindung zwischen Tallinn und Warschau, die 2026 fertiggestellt werden soll.

WKZ, Quelle Arctic Corridor, Ministry of Transport and Communications

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Letzte Änderung am Freitag, 09 März 2018 20:56

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