
Foto NS International.
Zugreisende dürfen vom 17. Juni bis zum 18. August 2023 nicht mit einem Interrail-Pass im ICE von den Niederlanden nach Deutschland reisen. Das heißt, die Maßnahme gilt täglich von 6 Uhr bis 16 Uhr.

Foto NS International.
Zugreisende dürfen vom 17. Juni bis zum 18. August 2023 nicht mit einem Interrail-Pass im ICE von den Niederlanden nach Deutschland reisen. Das heißt, die Maßnahme gilt täglich von 6 Uhr bis 16 Uhr.
Nach den Erfahrungen des letzten Sommers haben NS International und DB Fernverkehr eine umstrittene, drastische Entscheidung getroffen: InterRail-Passagiere dürfen den ICE International von (und nach) Deutschland tagsüber zwischen 6 und 16 Uhr nicht benutzen. Seltsamerweise sind Reservierungen für dieselben Fahrgäste weiterhin möglich - aber sie dürfen sie nicht nutzen.
Reisende müssen alternativ den IC Berlin benutzen und in Münster (Westf) umsteigen, den RE zwischen Arnheim und Düsseldorf oder den RE von Venlo nach Düsseldorf nehmen. Die Verbraucherverbände sind darüber nicht glücklich.
Im vergangenen Jahr konnten NS und DB den Zustrom von Zugreisenden kaum bewältigen. Das Wachstum war größer als erwartet, bestätigte die Direktorin von NS International, Heike Luiten, gegenüber Treinreiziger.nl. Im Gegensatz zu früheren Plänen wird die Kapazität in der kommenden Zeit nicht erweitert. Dafür gäbe es keine Kapazitäten.
Wie Treinreiziger schreibt, bedeutet die Regulierung von Interrailers eine teilweise Ungültigmachung des Passes. Im Internet gibt es viele Beschwerden über die Entscheidung. Zumal die Pässe bereits bis zu 11 Monate im Voraus gekauft werden können und die Inhaber eines Interrail-Passes auch schon Reservierungen für den nächsten Sommer vorgenommen haben. Jetzt wurde der Interrail-Pass plötzlich in fast allen ICEs von den Niederlanden nach Deutschland für ungültig erklärt.
Der Redakteur Hildebrand van Kuijeren von Treinreiziger.nl sagt. "Sie können die Bedingungen nach dem Kauf des Produkts nicht mehr ändern". Nach Ansicht des Herausgebers ist es angesichts der Probleme im letzten Sommer durchaus sinnvoll, Maßnahmen zu ergreifen. "Eine Reservierungspflicht für Interrailer könnte ich unter den derzeitigen Umständen verstehen, obwohl die eigentliche Lösung darin besteht, die Sitzplatzkapazität zu erhöhen."
Auf Twitter erklärt NS International zunächst, dass die Entscheidung von der Deutschen Bahn kommt. Die Deutsche Bahn verweist ihrerseits auf NS International. Die niederländische Eisenbahngesellschaft teilt dann mit, dass die Entscheidung in Absprache getroffen wurde. Treinreiziger.nl hat am Mittwochnachmittag Fragen an NS International gestellt. Die Antwort des Unternehmens wird für Donnerstag erwartet.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle Treinreiziger.nl