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Dienstag, 13 März 2018 07:00

Frankreich: Freikarten für Eisenbahner-Familien bleiben erhalten

Derzeit diskutiert Frankreich auf mehreren Ebenen die Bahnreform. Um die Kosten der öffentlichen Gruppe "an europäische Standards" anzupassen, scheut sich Premierminister Edouard Philippe nicht davor, den Status der Eisenbahner anzugreifen, obwohl er sich bewusst ist, dass dies zu einem langen Streik der Gewerkschaften führen wird. Andererseits verzichtet die Regierung darauf, einen weiteren Vorteil für die Mitarbeiter der SNCF abschalten zu wollen: die berühmten "Fahrvergünstigungen" (facilités de circulation, FVP).

Hierbei handelt es sich um kostenlose oder fast kostenlose Fahrkarten, von denen auch bestimmte Familienmitglieder profitieren können. Diese Vergünstigungen sind nicht Teil des Statuts der Eisenbahner und ermöglichen es aktiven und pensionierten EisenbahnerInnen, auf dem gesamten Streckennetz kostenlos zu reisen, wobei für reservierungspflichtige Züge, wie z.B. TGV-Züge, eine Begrenzung auf 8 Fahrten pro Jahr gilt. Darüber hinaus haben die Kinder, Eltern, Ehepartner und Schwiegereltern der Eisenbahner Anspruch auf eine bestimmte Anzahl von kostenlosen oder ermäßigten Eintrittskarten.

Im Februar 2014 schätze der Rechnungshof, dass die insgesamt 1,1 Mio. Begünstigten für die SNCF einen Verlust von 50 bis 100 Mio. Euro bedeuteten.

Die Regierung entschied sich trotzdem dafür, das Thema nicht anzugehen. "Dieser Vorteil ist Teil der Betriebsvereinbarung, die zum Zeitpunkt der Einstellung unterzeichnet wurde", zitiert das Wirtschaftsblatt Les Echos eine Quelle, die mit dem Fall vertraut ist.

WKZ, Quelle Les Echoes

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