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Im Jahr 2022 ist die Zahl der Güterzüge in den Niederlanden wieder angestiegen. Die meisten Güterzüge fuhren von Rotterdam aus, den größten Zuwachs im Schienengüterverkehr gab es in der Region Venlo. Die meisten Güterzüge, die die NL verlassen oder betreten, gehen nach bzw. kommen aus Deutschland, ein bedeutender Teil davon über die Betuweroute.


Auch der Krieg in der Ukraine wirkt sich auf den Schienengüterverkehr aus. So stieg beispielsweise die Zahl der Kohlezüge vor allem nach Deutschland und Polen um etwa 25 Prozent.
Die Lieferung von russischem Gas kam zum Erliegen, so dass Europa gezwungen war, andere Energiequellen zu suchen. Dies führte dazu, dass insgesamt fast 3.900 beladene Kohlezüge durch die Niederlande fuhren, fast 1.000 mehr als im Jahr zuvor. Der Krieg führte aber auch dazu, dass weniger Züge aus China über die Seidenstraße via Russland in die Niederlande kamen. Dieses Angebot hat sich mehr als halbiert.
Mehr intermodale Züge
Die Zahl der intermodalen Züge nimmt weiter zu. Innovationen machen es immer einfacher, neben Containern auch Trailer auf der Schiene zu transportieren. Es wurden neue Shuttle-Dienste eingerichtet oder die Frequenz bestehender Dienste erhöht, zum Beispiel zwischen Rotterdam und Polen.
Das Bahnterminal im Trade Port Noord bei Venlo wurde 2021 in Betrieb genommen. Von diesem Terminal aus wurde 2022 eine Reihe neuer Verbindungen aufgenommen, unter anderem nach Italien.
Nach Deutschland oder darüber hinaus
Die meisten Güterzüge, die die Niederlande verlassen, haben Ziele in Deutschland oder im Ausland. Im vergangenen Jahr waren es fast 50.000 Züge, ein Zuwachs von 7 Prozent. Mehr als die Hälfte von ihnen verlässt die Niederlande über Zevenaar (55 Prozent).
Die große Mehrheit dieser Züge erreicht Zevenaar über die Betuweroute (95 Prozent). Der Zugverkehr in Richtung Belgien hat abgenommen. Das liegt vor allem daran, dass weniger Züge von Sas van Gent aus in Richtung Belgien fahren.
Wachstum trotz Umleitungen
Es fuhren also mehr Güterzüge durch die Niederlande, und das, obwohl gleichzeitig viel an den Gleisen gearbeitet wurde. Die Arbeiten am dritten Gleis zwischen Zevenaar und Oberhausen verursachten viele Störungen. Aber auch auf der Brabanter Strecke, der Bentheimer Strecke und auf der Havenspoorlijn wurde viel gearbeitet, um die Gleise auch in Zukunft verfügbar zu halten.
Nachhaltige Mobilität
ProRail befürwortet den Schienengüterverkehr. Er ist eines der sichersten Transportmittel und zudem sehr nachhaltig. Ein Güterzug ersetzt rund 50 Lastwagen.
Deshalb setzt ProRail auch in den kommenden Jahren dafür ein, den Schienengüterverkehr weiter zu erleichtern, unter anderem durch die Verbesserung der Infrastruktur der Havenspoorlijn. Darüber hinaus werden auch digitale Innovationen geprüft, um eine bessere Auslastung der Schiene zu gewährleisten.
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