Spanien: Der Ministerrat genehmigt die Gründung der staatlichen Handelsgesellschaft Renfe Proyectos Internacionales
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Fotos Renfe.
Auf Vorschlag des Ministeriums für Verkehr, Mobilität und urbane Agenda (Mitma) und des Ministeriums für Finanzen und öffentliche Verwaltung hat der Ministerrat Renfe am 14.02.2023 die Genehmigung erteilt, die staatliche Handelsgesellschaft Renfe Proyectos Internacionales zu gründen.
Im Anschluss an diese Genehmigung muss der Verwaltungsrat von Renfe Operadora die Gründung des neuen Unternehmensbereichs genehmigen, in dem auch seine Organisationsstruktur festgelegt wird, sowie die Eingliederung der verschiedenen Geschäftsbereiche, die die internationale Tätigkeit von Renfe ausmachen.
Mit dieser Genehmigung wird einer der Meilensteine des 2019 verabschiedeten Strategieplans von Renfe vollendet, in dem die Internationalisierung als eine der drei grundlegenden Säulen für die Umgestaltung des Unternehmens durch die Suche nach internationalen Möglichkeiten und die Entwicklung einer bedarfsgerechten Organisationsstruktur festgelegt wurde.
Der Strategieplan 2019-2023-2028 von Renfe hat die internationale Expansion des Unternehmens zum Ziel. Zu diesem Zweck prüft Renfe neben Hochgeschwindigkeitsprojekten auch Open-Access- oder gemeinwirtschaftliche Projekte in anderen Märkten, sowohl in Europa als auch im Rest der Welt.
Zugang zum internationalen Markt
Renfe ist derzeit an internationalen Projekten in Europa beteiligt, wo sie Mehrheitsaktionärin des tschechischen Betreibers Leo Express ist, sowie an dem Projekt Rail Baltica (im Konsortium mit DB und INECO) für den Betrieb der Eisenbahnlinie, die die drei baltischen Hauptstädte miteinander und mit dem europäischen Eisenbahnnetz verbinden wird.
Renfe hat auch mit der Erprobung seiner AVE-Züge begonnen, die zwischen Spanien und Frankreich verkehren werden, und zwar auf den Strecken Barcelona - Lyon und Madrid - Marseille. Der Beginn dieser Tests war möglich, da Renfe alle Sicherheitsanforderungen erfüllt und nach Erfüllung aller von der französischen Sicherheitsbehörde (EPSF) geforderten Anforderungen das Zertifikat der Europäischen Eisenbahnagentur (ERA) erhalten hat. Im Moment hat Renfe das Zertifikat ausschließlich für die Strecken nach Lyon und Marseille erhalten, wo sie noch vor dem Sommer den kommerziellen Betrieb aufnehmen will.
Renfe ist auch Teil des Unternehmenskonsortiums, das die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Mekka und Medina in Saudi-Arabien, die Haramain Highspeed Railway, gebaut hat und betreibt.
Auf dem amerikanischen Kontinent hat Renfe zwei große Projekte in Angriff genommen. Zum einen beteiligt sich Renfe als strategischer Partner des Unternehmens Texas Central an der gemeinsamen Entwicklung des Projekts "Bullet Train" zwischen den Städten Houston und Dallas/Fort Worth. Zum anderen beteiligt sich Renfe an einem Konsortium mit Ineco und DB Engineering & Consulting für die Entwicklung des Projekts "Tren Maya" in Mexiko, bei dem Renfe als "Schattenbetreiber" des Auftraggebers (des Nationalen Fonds für Tourismusentwicklung) fungieren wird.
WKZ, Quelle Renfe




