Großbritannien: Hangrutsch auf der South Western Main Line behoben


Fotos Network Rail.
Nach heftigen Regenfällen im Januar war ein Teil eines Dammes in der Nähe von Hook eingestürzt, wodurch die Anzahl der Züge auf der South West Main Line stark eingeschränkt war und die Züge in Richtung Basingstoke nicht mehr in Hook halten konnten. Network Rail hat nun am 24.02.2023 alle vier Gleise durch Hook in Hampshire erfolgreich wiedereröffnet, nachdem die Reparaturen an einem größeren Erdrutsch abgeschlossen wurden.


Die Techniker haben rund um die Uhr gearbeitet, um den Damm wieder aufzubauen und die beschädigten Gleise zu reparieren.
Mark Killick, der Leiter der Wessex-Strecke von Network Rail, sagte: "Ich freue mich, sagen zu können, dass alle vier Gleise in Hook wieder geöffnet sind und der volle Fahrplan wiederhergestellt werden konnte. Ich möchte den Kunden und Anwohnern entlang der Bahnlinie für ihre Geduld danken, während wir diese umfangreiche Reparatur durchgeführt haben, und unseren Partnern bei South Western Railway (SWR) dafür, dass sie Hand in Hand mit uns gearbeitet haben, um das Problem zu lösen.
Die Behebung des Erdrutsches bei Hook war eine unglaublich komplexe Aufgabe. An einem normalen Werktagmorgen verkehren stündlich etwa 13 SWR-Züge durch das Gebiet, mit Verbindungen zwischen London Waterloo und Basingstoke, Exeter St Davids, Portsmouth Harbour (über Eastleigh), Salisbury, Southampton Central, Winchester und Weymouth. Unmittelbar nach dem Erdrutsch musste der Zugverkehr zwischen Basingstoke und Woking auf nur noch einen Zug alle 90 Minuten reduziert werden, da nur zwei Gleise der viergleisigen Strecke zur Verfügung standen.
Um die Zahl der Züge zwischen Winchfield und Hook zu erhöhen, unternahmen die Techniker den ungewöhnlichen Schritt, die Gleisanlage auf einem stabilen Abschnitt des Dammes neu zu gestalten: eine der beiden nach London führenden Strecken wurde unterbrochen und ein nach Basingstoke führendes Gleis an deren Stelle verlegt. Damit entstand eine kleine Umgehungsstrecke für den Erdrutsch, so dass die Züge in beide Richtungen fahren konnten, während der Wiederaufbau nebenan weiterging.
Der Erdrutsch befand sich zudem in einer abgelegenen Gegend, so dass die Ingenieure eine 580 m lange Zufahrtsstraße über Felder bauen mussten, um Material und Maschinen an die Baustelle zu bringen.
Eine 60 m lange Mauer aus 100 12 m langen Stahlträgern, die zur Stabilisierung des Dammes in den Boden gerammt wurden, soll die Bahnlinie nun vor künftigen Erdrutschen schützen.
RL, WKZ, Quelle Network Rail, BBC




