Großbritannien: Alle Jahre wieder - Erhöhung der Bahnfahrpreise entsprechend der Inflationsrate


Fotos Rüdiger Lüders.
Die staatlich festgesetzten Preise für Bahnfahrscheine in England und Wales werden im März um durchschnittlich 5,9% steigen. Das ist die höchste Preiserhöhung seit 2012, und das, obwohl 4,5% aller planmäßigen Züge im letzten Quartal 2022 ausgefallen sind, wie die Regulierungsbehörde Office of Rail and Road (ORR) bekannt gab.
So wird der Preis für eine Jahreskarte zwischen Brighton und London von 5.304 auf 5.616 GBP (6.360 EUR) oder zwischen Cardiff und Swansea von 1.956 auf 2.068 GBP (2.340 EUR) steigen. Der Preis einer Rückfahrkarte von Liverpool nach Leeds erhöht sich von 39,90 auf 42,25 GBP (48,38 EUR)
Die Erhöhung der Bahnfahrpreise orientiert sich in Großbritannien an der Inflationsrate des Einzelhandels im vorherigen Jahr, welche im vergangenen Juli 12,3% betrug.
Huw Merriman, Minister of State for Rail and HS2, sagte dazu, die Erhöhung sei "niedriger als die Inflationsrate und komme erst verspätet".
Der Verbraucherverband Transport Focus kritisierte, dass zu viele Bahnkunden keine den Preisen entsprechende Leistung erhielten und verlangte daher eine grundlegende Reform der Fahrpreise.
Die Rail Delivery Group, der Verband der Bahngesellschaften, erklärte hingegen, die Entscheidung der Regierung zur Erhöhung der Fahrpreise unterhalb der Inflation sei "verständlich".
RL, WKZ, Quellen: BBC, Guardian




