Schweden: Schotter beschädigt Flixtrain-Züge zwischen Stockholm und Göteborg

Foto Flix.
Flixtrain hat alle Zugverbindungen zwischen Stockholm und Göteborg für sechs Tage gestrichen, nachdem zahlreiche Waggons durch herumfliegenden Schotter (Makadam) beschädigt worden waren.
Flixtrain sagte alle Abfahrten von Mittwoch, den 15. März, bis Montag, den 20. März, ab, teilt der Reiseveranstalter schwedischen Medien mit. Grund dafür sind Schäden an den Waggons, die durch "überschüssiges Makadam" auf der Västra Stambanan verursacht wurden.
Alle Zugabfahrten mit Flixtrain fallen diese Woche und am Montag aus. Grund dafür ist nach Angaben der Pressestelle des Unternehmens ein Wagenmangel, da mehrere Wagenfenster und Untergestelle so stark beschädigt sind, dass die Wagen aus dem Verkehr gezogen werden müssen. "Der Wagenmangel ist durch einen Überschuss an Makadam auf der Västra Stambanan entstanden", schreibt Kajsa Ekelund vom Pressedienst von FlixTrain in Schweden. "Das Makadam hat wiederum Schäden an den Fenstern und Untergestellen der Wagen verursacht. Die beschädigten Wagen wurden deshalb aus dem Verkehr gezogen."
Sie schreibt auch, dass das Unternehmen die schwedische Verkehrsbehörde Trafikverket gebeten hat, "die Instandhaltung der Gleise zu verstärken, damit wir diese Art von Schäden in Zukunft vermeiden können".
Nach Angaben des Pressesprechers von Trafikverket, Bengt Olsson, hat die Behörde von mehreren Unternehmen Berichte über Schäden an Zugwaggons erhalten, allerdings in unterschiedlichem Umfang. "Im Moment wird von Seiten der Instandhaltung untersucht, was wir langfristig tun können, um die Risiken für derartige Vorfälle zu minimieren", sagt er.
Die Zügen von SJ konnten normal verkehren. Auch MTRX hat mit ihren Hochgeschwindigkeitszügen zwischen Stockholm und Göteborg in letzter Zeit keine besonderen Probleme mit dem Makadam der Gleise auf der westlichen Hauptstrecke festgestellt.
Überschüssiges Makadam in den Gleisen ist ein Problem, das erstmals 1989 auftrat, als die Testfahrten mit den X2000-Zügen auf der Västra Stambanan begannen. Die Probleme verschärften sich im darauf folgenden Jahr, als der reguläre Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Stockholm und Göteborg aufgenommen wurde. Die damalige Banverket erließ neue Vorschriften für die maximale Höhe des Makadams in und um die Gleise.
Hector Rail und Snälltåget meldeten nach den starken Schneefällen in der vergangenen Woche ebenfalls Fahrzeugschäden zwischen Stockholm und Malmö. Laut Bengt Olsson scheinen die Probleme mit fliegendem Makadam vor allem bei starkem Schneefall aufzutreten, wenn sich viel Schnee und Eis auf den Gleisen ansammelt.
Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Järnvägar, Aftonbladet, Göteborgs-Posten




