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Montag, 19 März 2018 07:05

Frankreich: Abschaffung des Status der Eisenbahner könnte teuer werden

Laut einer anonymen Quelle, die der Geschäftsleitung der SNCF nahe steht, könnte die Abschaffung des Status der Eisenbahner sehr teuer werden. Die Quelle, die am Donnerstag vom französischen Wirtschaftsmagazin Capital befragt wurde, erklärt, dass, selbst wenn ein Teil der derzeitigen Arbeitskosten der SNCF aus der Existenz des Eisenbahnstatus stammt, "alles, was die Ruhezeiten und Arbeitszeiten betrifft, Regeln sind, die Bestandteil anderer Bestimmungen sind, unabhängig vom Status". 

Denn nicht alle Vorteile, die die Eisenbahner heute genießen, kommen aus dem Statut selbst. "Natürlich stammt ein Teil der Arbeitskosten der SNCF aus seiner Existenz, vor allem bei den Renten. Aber alles, was mit Ruhe- und Arbeitszeiten zu tun hat, sind Regeln, die Bestandteil anderer Bestimmungen sind, unabhängig vom Status." In gewissen fällen sei der Status für das öffentliche Unternehmen günstiger als das allgemeine Arbeitsrecht, insbesondere was die Nachtarbeit betrifft.

"Wenn eine öffentliche Gesellschaft in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wird, fallen sofort alle Gesellschaftsverträge. In einem privaten Unternehmen stammen die meisten Arbeitskosten aus diesen Betriebsvereinbarungen. Und ein Szenario von Vereinbarungen, die letztendlich für die Eisenbahner vorteilhafter wären als der aktuelle Status, ist nicht auszuschließen", verrät die Quelle.

Im Vereinigten Königreich, wo die Öffnung für den Wettbewerb erfolgreich war und das Netz in gutem Zustand ist, seien die Personalkosten nach der Privatisierung gestiegen. Dies sei auch dadurch begünstigt worden, dass Eisenbahner aufgrund ihrer Ausbildung knapp am Arbeitsmarkt seien.

WKZ, Franz A. Rosky Quelle Capital, DNA

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