
Foto Erling Nesbø/Spordrift.
Am Donnerstag Abend ist auf der Bergensbanen eine Schneelawine abgegangen. Die Lawine hatte eine Breite von 15 bis 20 Metern und traf den Schneeüberbau Store Kleven, der sich auf der Höhe des Klevavatnet zwischen Hallingskeid und Myrdal befindet. Der Erdrutsch hat Teile des Überbaus mit etwa 600 Kubikmetern Schnee gefüllt.
Aufgrund der starken Regenfälle und des starken Windes galt für große Teile der Bergenbahn bereits Alarmstufe Gelb.
Ein Beilhack, eine große schienengebundene Schneefräse, wurde von Myrdal aus losgeschickt, konnte aber die Einsturzstelle nicht erreichen.
Es ist nun geplant, den Schnee mit Radladern von beiden Seiten des Erdrutsches wegzuräumen. Darüber hinaus müssen lose Platten und gebrochene Stahlträger im Schneeüberbau herausgeschnitten und entfernt werden. Es gibt auch Schäden an der Oberleitungsanlage, aber ob es sich um kleinere oder größere Schäden handelt, wird sich erst im Laufe der Arbeiten herausstellen.
Wann die Arbeiten beginnen können, ist noch ungewiss, da die Einsturzstelle zunächst von einem Geologen gesichert werden muss, aber Bane NOR hat gehofft, im Laufe des Freitagnachmittags damit beginnen zu können. Es ist noch ungewiss, wann die Bergenbahn für den normalen Verkehr freigegeben werden kann.
Die Arbeiten werden von qualifizierten und erfahrenen Teams von Spordrift, Mesta und Veidekke durchgeführt.
Der gestrige Nachmittagsexpress der Vy von Oslo S nach Bergen saß bis heute Morgen mit rund 180 Fahrgästen an Bord in Myrdal fest. Der Zug hatte auch Probleme mit eingefrorenen Bremsen. Freitag Morgen wurde die Strecke von Flåm nach Myrdal endlich vom Schnee befreit, die Fahrgäste wurden mit dem Zug nach Flåm und dem Bus nach Bergen transportiert.
An verschiedenen Orten westlich von Finse, darunter Mjølfjell, Fagernut und Hallingskeid, wurden auch Güterzüge angehalten.
Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Bane NOR