english

Dienstag, 20 März 2018 07:05

Spanien: 660,6 Mio. Euro für die zweite Phase der Umgestaltung des Bahnhofs Puerta de Atocha

180313015180313014

Der spanische Minister für öffentliche Arbeiten, Íñigo de la Serna, hat am 13.03.18 zusammen mit dem Architekten Rafael Moneo die zweite Phase der Erweiterungsarbeiten für den Bahnhof Madrid Puerta de Atocha vorgestellt, der zum Knotenbahnhof für die Hochgeschwindigkeitszüge aus Norden und Süden ausgebaut werden soll.

Erweiterung Puerta de Atocha

So soll die Station Puerta de Atocha, die im vergangenen Jahr mehr als 22 Millionen Nutzer registriert hat, für bis zu 40 Mio. Fahrgäste pro Jahr ausgebaut werden. In dieser zweiten Phase wird eine neue unterirdische Halle mit zwei 420 m langen Bahnsteigen und vier Gleisen in Normalspurbreite unter den derzeitigen Breitspur-Gleisen 14 und 15 gebaut.

Gegenwärtig kommen die Hochgeschwindigkeitsstrecken aus dem Norden und Nordwesten nach Chamartín und diejenigen aus dem Nordosten, Süden und Osten nach Puerta de Atocha. Bisher konnten beide Bereiche nur durch Züge mit Spurwechselvorrichtungen mit dem damit verbundenen Zeitverlust verbunden werden, oder indem Fahrgäste auf Vorortzüge oder andere Verkehrsträger (U-Bahn, Bus, Taxi, Privatfahrzeuge usw.) umsteigen mussten. Der Normalspurtunnel Atocha - Chamartín mit wird das Betriebsmodell der beiden Madrider Bahnhöfe verbessern. Sein Betrieb wird derzeit getestet. Sobald die Einweihung der neuen Tunnelhalle von Méndez Álvaro erfolgt ist, soll Madrid-Puerta de Atocha der grundlegende Knotenpunkt für die verschiedenen Hochgeschwindigkeitskorridore aus allen Richtungen Spaniens werden.

180313013

Streckenverdoppelung zwischen Atocha und Torrejón de Velasco

Darüber hinaus wird die Nutzung des neuen Tunnels durch den Einbau von zwei neuen Gleisen auf dem Abschnitt Atocha - Torrejón de Velasco im Süden von Madrid optimiert werden. Derzeit teilen sich die Hochgeschwindigkeitsstrecken Madrid-Levante und Madrid-Andalucía den Zugang zur Hauptstadt aus dem Süden, die einen beachtlichen Sättigungsgrad aufweist. Mit der Inbetriebnahme dieser beiden neuen Gleise werden vier Gleise für diesen Verkehr zur Verfügung stehen, die den Zugang entlasten und die Aufnahme einer größeren Anzahl von Zügen ermöglichen. Mit dem Ziel, die volle Funktionalität dieses Korridors zu gewährleisten, hat Adif Alta Velocidad auch die Verfahren eingeleitet, um die Eingliederung der LAV Madrid - Barcelona in den Abschnitt Atocha - Torrejón de Velasco zu verbessern, wodurch die Nord-Süd-Querverbindungen vollendet werden.

Umbauten Chamartín

Um die Auswirkungen auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr so gering wie möglich zu halten, werden im Vorfeld am Bahnhof Madrid Chamartín Maßnahmen ergriffen, um die Kapazität für Hochgeschwindigkeitszüge zu erhöhen. Chamartín verfügt derzeit über 15 iberische Gleise für den Nah-, Mittel- und Fernverkehr und 6 Normalspur-Gleise für den Hochgeschwindigkeitsverkehr. Im Rahmen der geplanten Maßnahmen werden die derzeitigen iberischen Gleise 14 und 15 auf Normalspur umgerüstet und weitere vier Normalspurgleise (22 bis 25) gebaut.

Die geplanten Investitionen unter Kofinanzierung der Connecting Europe Facility belaufen sich auf folgende Beträge:

• Zweite Phase der Sanierung des Bahnhofs von Puerta de Atocha: 423 Mio. EUR (inkl. MwSt.)
• Umbau der iberischen Gleise 14 und 15 in Normalspur und Bau der Gleise 22 bis 25 am Bahnhof Chamartín: 237,6 Millionen Euro (inkl. MwSt.).
• Streckenverdoppelung zwischen Atocha und Torrejón de Velasco: 646,5 Millionen Euro
• Tunnel Atocha - Chamartín: 322 Mio. EUR

WKZ, Quelle Ministerio de Fomento

Zurück

Nachrichten-Filter