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Dienstag, 20 März 2018 12:38

Griechenland: Regionalverkehr Thessaloniki

Nachdem der schienengebundene Nahverkehr im Großraum Athen allmählich etwas in die Gänge kommt, meldet sich der Großraum Thessaloniki, immerhin die zweitgrößte Agglomeration im Land, auch im Zusammenhang mit der Planung der "Egnatia Rail" mit ähnlichen Wünschen zu Wort.

Aktuell ist nur die 170-km-Relation Thessaloniki - Larissa im Proastiakosbetrieb, allerdings mit relativ geringer Frequenz. Die weitgehend nicht elektrifizierte Strecke nach Edessa (- Florina) erschließt einige Orte im Westen der mazedonischen Tiefebene und ist einigermaßen günstig trassiert, hier gibt es bei entsprechendem Angebot ein erhebliches Potential.

Aktuell kommt aus der westlich von Thessaloniki gelegenen Stadt Giannitsa der Wunsch nach einer Bahnverbindung, dafür wären 30 km Neubaustrecke ab Gefyra erforderlich, diese Linie könnte man noch weiterführen.

Im Nordosten von Thessaloniki dreht es sich vor allem um den Anschluss von Kavala, aber auch die aktuelle Strecke nach Serres ist doppelt so lange wie die Straßenverbindung. Hier muss entweder die Bestandsstrecke deutlich ausgebaut oder eine Neubaustrecke, die allerdings erhebliche Höhenunterschiede zu überwinden hätte, errichtet werden.

Die angedachte Verbindung Richtung Chalkidiki bietet sich als Verlängerung der Metro zum Flughafen an. In Thessaloniki selbst wird seit Jahrzehnten an einer Metro gebaut, aktuell hofft man auf eine erste Teilinbetriebnahme 2019. Momentan gibt es nur Busverbindungen, die wenig attraktiv sind. Diese Entwicklungen sind in einer sehr frühen Phase und werden auch parteipolitisch ausgeschlachtet, es besteht aber ein dringender Handlungsbedarf.

Prof. Dr. Johannes Schenkel

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