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Dienstag, 20 März 2018 13:12

Frankreich: Paris führt Studie zum kostenfreien öffentlichen Verkehr durch

Die sozialistische Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, lässt untersuchen, ob der öffentliche Verkehr in der französischen Hauptstadt gratis durchgeführt werden könne. Sie gab am Montag, den 19. März, bekannt, dass sie drei ihrer Stellvertreter gebeten habe, "eine umfangreiche Studie zu diesem Thema durchzuführen, an der französische und ausländische Experten teilnehmen werden".

Christophe Najdovski, Stellvertreter für Verkehr, Jean-Louis Missika, Stellvertreter für wirtschaftliche Entwicklung, und Emmanuel Grégoire, Stellvertreter für Finanzen, werden für diese Studie verantwortlich sein, deren Zeitplan in den kommenden Wochen vorgelegt wird. Am Freitag soll schon im Parister Rat über einen kostenlosen Navigo-Pass für Pariser über 65 Jahre beraten werden.

In dieser Studie "wird es darum gehen, die Beispiele in Frankreich und im Ausland zu analysieren", fährt Frau Hidalgo in ihrer Erklärung fort, "es wird insbesondere notwendig sein, zu bewerten, ob es ein tragfähiges Wirtschaftsmodell gibt: Niemand kann heute belegen, ob dies möglich ist." Der freie Zugang für die Nutzer würde zwangsläufig bedeuten, andere Finanzierungsquellen zu identifizieren. Die Frage verdiene es, "ohne a priori und ohne Dogmatismus gestellt zu werden", so die Bürgermeisterin.

Nach der Ankündigung der Studie über den kostenlosen öffentlichen Verkehr hat Anne Hidalgo am Dienstag, den 20. März, über den Sender France Bleu Paris Einzelheiten zu dieser Initiative bekannt gegeben und die Idee einer städtischen Maut für ihre Finanzierung angeregt.

Die Bürgermeisterin von Paris war schon immer gegen die Idee einer Maut, wie sie beispielsweise in London bereits in Kraft ist, um die Dichte des Autoverkehrs in der Stadt zu bekämpfen, "aber wenn die Maut der Finanzierung des freien Verkehrs dient, wird sie nicht zu einem Element der sozialen Diskriminierung, sondern im Gegenteil zu einem Element, das angenommen werden kann", so Anne Hidalgo.

WKZ, Quelle Le Monde, Le Figaro

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