
Fotos ProRail, NS.
Am Dienstagmorgen, 4. April, ereignete sich auf der Strecke bei Voorschoten gegen 03:25 Uhr Ortszeit ein Unfall, an dem ein Zug (VIRM), ein Kran und ein Güterzug beteiligt waren. Dabei wurde eine Person getötet.

Fotos ProRail, NS.
Am Dienstagmorgen, 4. April, ereignete sich auf der Strecke bei Voorschoten gegen 03:25 Uhr Ortszeit ein Unfall, an dem ein Zug (VIRM), ein Kran und ein Güterzug beteiligt waren. Dabei wurde eine Person getötet.


In dem Nachtzug von Leiden nach Den Haag befanden sich etwa 50 Fahrgäste, von denen 30 verletzt wurden. Der Lokführer des NS-Zuges erlitt ebenfalls Verletzungen. Inzwischen sind alle Beteiligten versorgt und gegebenenfalls in ein Krankenhaus gebracht worden.
Unfallursache
An der Unfallstelle wurden gestern Abend Wartungsarbeiten durchgeführt. Zwei der vier Gleise waren deshalb außer Betrieb, aber die Züge konnten über die beiden anderen Gleise fahren - unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
Ein Kalkzug von DB Cargo fuhr ersten Ergebnissen zufolge in den Kran, der über das Profil hinausragte. Kranteile und ein Teil der Kalkladung des Güterzuges, dessen Lokomotive auch beschädigt wurde, fielen auf das Nachbargleis, auf dem der vierteilige NS-Zug ankam. Der Triebkopf entgleiste, zwei Wagen fiel auf das nebenliegende Feld.
Warum sowohl der Nachtzug als auch der Güterzug mit dem über das vorgesehene Profil herausragenden Kran auf der Strecke kollidierten, wird derzeit untersucht. Die Untersuchungen werden von der niederländischen Sicherheitsbehörde (Onderzoeksraad voor Veiligheid, OVV) und der Inspektion für Umwelt und Verkehr (Inspectie Leefomgeving en Transport, ILT) sowie der Polizei durchgeführt. Natürlich führt auch ProRail selbst Ermittlungen durch.
Mitarbeiter der Baufirma BAM tödlich verunglückt
Unser Auftragnehmer - die Baufirma BAM hat mitgeteilt, dass ein Mitarbeiter des Unternehmens heute Morgen bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Unser Beileid gilt der Familie, den Freunden und Kollegen. Dieses traurige Ereignis hat große Auswirkungen auf die Eisenbahner und alle, die im Bahnsektor arbeiten. Wir wünschen allen Beteiligten viel Kraft für die kommende Zeit.
John Voppen: "Es ist schrecklich, dass jemand, der bei der Bahn gearbeitet hat, bei diesem tragischen Unfall ums Leben gekommen ist. Es handelt sich um jemanden, der von zu Hause wegging, um zu arbeiten, und nicht mehr zurückkehrte. Unsere Gedanken sind bei allen, die den Verstorbenen kannten. Wir wünschen den Hinterbliebenen viel Kraft und Stärke."
Telefonnummer
Die Sicherheitsregion (Veiligheidsregio) hat eine Telefonnummer für den Fall, dass Sie die Angehörigen nicht erreichen können. Diese Nummer lautet 088-2690000.
Reaktionen
Das Königspaar drückte seine Gedanken bei den Opfern des Zugunglücks aus. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern des Zugunglücks bei Voorschoten und ihren Familien. Viele befinden sich jetzt in Angst und Ungewissheit. Unser tiefes Mitgefühl gilt ihnen allen."
Wouter Koolmees, Vorstandsvorsitzender der NS: "Ich bin schockiert. Schrecklich, was gestern Abend passiert ist. Man hofft, so einen Unfall nie zu erleben. Wie alle anderen bin auch ich voller Fragen, und wir wollen genau wissen, was passiert ist. Es muss eine gründliche Untersuchung stattfinden. Im Moment gilt unsere ganze Aufmerksamkeit dem Wohlergehen unserer Passagiere und Kollegen.
John Voppen, CEO von ProRail, begab sich sofort an den Ort des Geschehens, um ebenfalls mit den Beteiligten zu sprechen: "Dies ist ein schwarzer Tag für die niederländische Eisenbahn. Meine Gedanken sind bei allen Beteiligten. Wir werden natürlich untersuchen, wie es dazu kommen konnte."
Die Bürgermeisterin von Voorschoten, Nadine Stemerdink, ließ verlauten: "Dies ist ein unglaublich tragischer Unfall. Mein Mitgefühl gilt den Opfern. Leider hat es auch einen Todesfall gegeben. Meine Gedanken sind bei der Familie und den Freunden der Betroffenen".
Zugverkehr
Aufgrund der Untersuchung des Unfallhergangs und der Schäden an der Strecke ist für den Rest des Tages kein Zugverkehr zwischen Leiden und Den Haag möglich. Wir erwarten, dass der Zugverkehr von Leiden in Richtung Utrecht, Haarlem und Schiphol am späten Vormittag wieder aufgenommen werden kann. Die NS rät den Reisenden, den Reiseplaner zu konsultieren, um möglichst aktuelle Reisehinweise zu erhalten.
Schadenbeseitigung
Heute Nachmittag hat ProRail mit der Beseitigung des Kalks begonnen, der von dem Güterzug stammt. Sobald die Polizei, die Umwelt- und Verkehrsinspektion und die Staatsanwaltschaft die Unfallstelle freigegeben haben, wird mit der Bergung der Zuggarnituren begonnen werden.
Um an die Zuggarnituren zu gelangen, muss das Bergungsunternehmen Mammoet mit einem Kran einen Graben überqueren. Dazu muss zunächst eine Brückenkonstruktion errichtet werden. Diese Arbeiten werden am Mittwoch beginnen.
Vier Reisezuggarnituren müssen geborgen werden. Es wird noch geprüft, ob der Güterzug selbständig wegfahren kann, sonst muss er ebenfalls geborgen werden. Die Bergung der Zugteile wird mehrere Tage in Anspruch nehmen. Ein Großteil der Arbeiten kann nur tagsüber durchgeführt werden.
GK, WKZ, Quelle ProRail, NS