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Mittwoch, 21 März 2018 09:10

Italien: Beginn einer erneuten Verhandlung wegen des Attentats von Bologna

Fast 38 Jahre nach dem schwersten Anschlag der Nachkriegszeit in Italien - dem Attentat auf den Bahnhof von Bologna am 02.08.1980 mit 85 Toten und mehr als 200 Verletzten - beginnt heute vor einem Schwurgericht in Bologna der Prozess gegen den inzwischen 65 alten Gilberto Cavallini, einem ehemaligen Terroristen der neofaschistischen Gruppe Nar (Nuclei Armati Rivoluzionari), der schon unter anderem wegen des Anschlags auf den Richter Mario Amato lebenslängig in Haft sitzt.

Der Vorwurf lautet, dass Cavallini den schon rechtsgültig verurteilten Terroristen Giusva Fioravanti, Francesca Mambro und Luigi Ciavardini geholfen und sie logistisch unterstützt hat. Die Staatsanwaltschaft Bologna hat diese Anklage auf der Grundlage einer neuerlichen Überprüfung der Dokumente und auf Initiative der Vereinigung der Familien der Opfer erhoben, die die Justiz seit einiger Zeit auffordert, auch die Aspekte des Massakers zu untersuchen, die unklar geblieben sind.

Seit damals steht die Bahnhofsuhr in Bologna auf 10.25 Uhr, der genauen Uhrzeit der Explosion.

GK, Quelle ANSA, Il Fatto Quotidiano, Stol

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