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Mittwoch, 19 April 2023 08:00

Niederlande: Keolis Nederland gewinnt die Ausschreibung Valleilijn

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Foto Provinz Gelderland.

Nach mühsamen Ausschreibungen - in der ersten Runde hatte sich kein Unternehmen beworben - hat die Provinz Gelderland die Konzession für die bisher von Connexxion bediente "Hühnerlinie" Amersfoort - Barneveld - Ede-Wageningen (später "Valleilijn") an Keolis Nederland vergeben. Das Personal und die 7 elektrischen Züge werden von dem derzeitigen Betreiber übernommen und unter dem Markennamen RRReis vermarktet, der Dachmarke für den öffentlichen Regionalverkehr in den Provinzen Flevoland, Gelderland und Overijssel.

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Grafik Keolis.

Keolis wird das neue Verkehrsunternehmen für die Zugverbindung Amersfoort-Ede-Wageningen (Valleilijn). Der Verkehrsvertrag (Konzession) beginnt am 10. Dezember 2023 und endet am 13. Dezember 2036. Die Vergabe an das Unternehmen erfolgt auf der Grundlage einer europäischen Ausschreibung.

Der Zugverkehr bleibt wie bisher bestehen. Es werden keine Fahrten gestrichen. Obwohl es immer noch weniger Fahrgäste gibt als vor der Covid-19-Pandemie.

Jan van der Meer, stellvertretender Beauftragter für den öffentlichen Verkehr: "Schön, dass wir jetzt 2 gute Angebote erhalten haben. Gerade mehr Komfort, bessere Reiseinformationen und mehr Servicepersonal sind den Reisenden neben der Fahrplanverlässlichkeit wichtig. Wir hoffen, dass die Fahrgastzahlen in den nächsten Jahren steigen werden."

Chris Hogeveen, CEO von Keolis Nederland: "Der Zuschlag für die Valley Line ist eine gute Nachricht für Keolis. Wir bauen damit unser schönes Bahnunternehmen weiter aus. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit der Provinz Gelderland an einer moderneren Valleilijn zu arbeiten, die unsere Fahrgäste sicher und bequem an ihr Ziel bringt." Ich bin sehr glücklich, dass wir diese Ausschreibung gewonnen haben. Der Zuschlag für die Valleilijn ist für Keolis ein großer Gewinn, nachdem wir IJssel-Vecht und Twente verloren haben. Das gibt Zuversicht für die Zukunft und passt zu unseren Wachstumsambitionen."

Mehr Sitzkomfort und besseres Wifi

Der neue Betreiber wird alle derzeitigen Triebwagen übernehmen. Dabei handelt es sich um 5 Protos-Triebzüge (2007) und 2 Stadler-Flirt-Triebzüge (2018). Die Protos-Triebzüge werden erneuert und komfortabler gestaltet und erhalten das RRReis-Hausdesign. Sie verfügen über gut funktionierendes Wifi, USB-Anschlüsse und Steckdosen. Der Sitzkomfort wird durch neue, breitere und bequemere Sitze verbessert. Die Anzahl der Sitzplätze wird leicht erhöht. Die 2 Stadler Flirt Triebzüge werden ein anderes Layout haben. Dadurch soll das Ein- und Aussteigen schneller gehen. Während der Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Abend ist es leider unvermeidlich, dass die Fahrgäste stehen müssen. Durch die neue Anordnung wird das Stehen jedoch angenehmer.

Farbe zeigt an, wo weniger los ist

Künftig werden die Fahrgäste sehen können, wo im Zug viel los ist und wo es noch Plätze gibt. An der Außenseite des Zuges wird dies durch die Farben Rot, Grün und Orange angezeigt. Im Inneren des Zuges ist dies an der Farbe Grün über einem leeren Sitzplatz zu erkennen.

Verbesserte Reiseinformationen

Die aktuellen Reiseinformationen werden verbessert. Das Unternehmen achtet besonders auf die Information der Fahrgäste bei Fahrplanstörungen und den schnellen Einsatz von Bussen. Ein wichtiger Pluspunkt ist, dass Keolis mehr Mitarbeiter im Bereich Service und Sicherheit einsetzen wird.

Preis-Qualität

An der Ausschreibung haben sich zwei Parteien beteiligt. Der Zuschlag wurde auf der Grundlage des besten Preis-Leistungs-Verhältnisses erteilt. Preis und Qualität zählten beide zu 50 %. Die Bieter mussten einen Ausrüstungsplan, einen Qualitätsplan und einen Personalplan vorlegen. Ein Bewertungsteam bewertete diese. Keolis erzielte die höchste Gesamtpunktzahl.

Verantwortung für die Einnahmen

Wir haben uns dafür entschieden, in dieser Konzession anstelle des Verkehrsunternehmens für die Einnahmen verantwortlich zu sein. Das bedeutet, dass wir dem Verkehrsunternehmen die Kosten für den Betrieb der Züge und alles, was damit zusammenhängt, bezahlen. Die Einnahmen gehen an die Provinz. Damit entfällt das größte finanzielle Risiko für das Verkehrsunternehmen.

Personal

Das Personenbeförderungsgesetz aus dem Jahr 2000 enthält Vorschriften für den Übergang von Personal, wenn ein neuer Beförderer hinzukommt. Direktes Personal, in diesem Fall Triebfahrzeugführer und Mitarbeiter der Abteilung Service und Sicherheit, kann zu einem neuen Unternehmen wechseln. Der neue Beförderer muss eine vorher festgelegte Anzahl von Ausbildungseinheiten des indirekten Personals übernehmen. Der bisherige und der neue Betreiber werden dies in Kürze besprechen.

Ausschreibungen im öffentlichen Regionalverkehr

Alle 10 bis 15 Jahre schreiben wir gemäß dem Personenbeförderungsgesetz 2000 regionale Verkehrsverträge (Konzessionen) aus. Der Vertrag gibt einem Verkehrsunternehmen das Recht, den öffentlichen Verkehr in einem bestimmten Gebiet oder auf einer bestimmten Linie zu betreiben. Jeder Ausschreibung liegt das von den Provinzräten verabschiedete Memorandum der Grundsätze für den öffentlichen Verkehr zugrunde. Vor Beginn der Ausschreibung wird ein Pflichtenheft erstellt.

Einspruch

Innerhalb von 6 Wochen können die Interessenten einen Einspruch einlegen. Geschieht dies nicht, ist der Zuschlag nach 6 Wochen unwiderruflich.

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle Provinz Gelderland, Keolis

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