Diese Seite drucken
Montag, 08 Mai 2023 08:00

Norwegen: Zweiter Durchgang der Sprengarbeiten im Carlbergtunnel

arbeid med utjevningsspurt i carlbergtunnelen
Foto Karoline Vårdal, Bane NOR

Am Mittwoch, den 3. Mai, begannen die Sprengarbeiten für die restlichen 470 m der Sohle des Carlbergtunnels, der einer der zwei Tunnel auf der 10,3 km langen Ausbaustrecke der Østfoldbane Sandbukta - Moss - Såstad ist, die vom Joint Venture "MossIA ANS" (Implenia und Acciona) gebaut wird. Die Dauer der Arbeiten wird auf 10 Wochen geschätzt.

utsnitt tunneltraseen mot nord
Screenshot: Blastmanager AS.

Auf den rund 470 Metern des Carlbergtunnels im Norden ist der Tunnel besonders breit, um drei Zuggleise aufnehmen zu können. Hier ist der Tunnel bis zu 22 Meter breit und über 12 Meter hoch. Der Tunnel ist einfach zu groß, um den gesamten Querschnitt in einem Durchgang auszusprengen.

Es wurde daher beschlossen, das Gestein in zwei Durchgängen auszubrechen, wobei die "obere Scheibe" oder der obere Teil bis zur nördlichen Stirnwand gesprengt wurde. Die "Palette", der untere Teil, besteht aus etwa 3 m Gestein, das nun im Mai und Juni gesprengt wird.

"Ein positiver Effekt dieses zweistufigen Vorgehens ist, dass der Zugang zur Decke des Tunnels für die Nacharbeiten besser möglich ist. Sie ist nicht ganz so hoch und ermöglicht uns sicherere und effizientere Arbeitsabläufe", erklärt Kenneth Haraldseth, Projektleiter für den Tunnelbau. "Die Fertigstellungsarbeiten mit dem Nivellierspritzen der Betondecke des Tunnels sind nun abgeschlossen, und wir sind so weit, dass wir den unteren Teil des Tunnels aussprengen können.

Die "Palette", d. h. der untere Teil des Tunnelprofils, wird erneut in der Breite zweigeteilt, so dass zuerst die Hälfte auf der einen Seite, dann die andere Seite ausgebaut werden kann.

"Wir beginnen im Süden, etwa unterhalb der Ringstraße 9B, und sprengen zunächst in Richtung des nördlichen Endpunkts, der sich etwa am Ende der Sturlas vei befindet. Von dort aus sprengen wir uns weiter nach Süden und halten an, wenn wir den Ausgangspunkt erreicht haben."

"Für die Fertigstellung des Tunnels werden schätzungsweise 60 Sprengungen benötigt, etwa eine Sprengung pro Tag von Montag bis Samstag über einen Zeitraum von etwa 10 Wochen. Der Fortschritt wird etwa 15 Meter pro Sprengung betragen", sagt Haraldseth.

Erst bohren, dann sprengen

Die Arbeiten des Tunnelbaus erfolgen in festen, sich wiederholenden Abläufen. Im Gegensatz zum normalen Tunnelbau werden nach den Sprengungen keine Injektionsbohrungen durchgeführt, sondern die Sprenglöcher werden vor der Sprengung gebohrt. Das bedeutet weniger Bohrarbeiten und insgesamt weniger Bohrlärm für die Anwohner.

Der Carlbergtunnel weist durchweg gute Gesteinsbedingungen auf, so dass die Arbeiten im Tunnel gut vorangekommen sind. Feste Drehzeiten/Zeitfenster für die Sprengungen sind abends zwischen 19:00-23:00 Uhr geplant. So hat man die ganze Nacht Zeit, um die Gase aus dem Tunnel zu bekommen, bevor um 07:00 Uhr die letzten Arbeiten beginnen. Ab 07:00 Uhr erfolgt die Verladung des Sprengstoffs und das anschließende Bohren.

Durchbruch im Jahr 2025 zu erwarten

Der Durchbruch des Tunnels in Richtung Stadtzentrum wird Teil der Arbeiten im Stadtzentrum sein. Der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest, wir gehen aber davon aus, dass er im Laufe des Jahres 2025 erfolgen wird.

Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Bane NOR

Zurück

Ähnliche Artikel