Großbritannien: Mit Beginn des Sommerfahrplans ist das Crossrail-Projekt durchgehend in Betrieb gegangen


Fotos Mayor of London.
Seit dem Fahrplanwechsel am 21. Mai gilt auf der sog. "Elizabeth Line" der volle Fahrplan, insbesondere in der Hauptverkehrszeit. Diese Einführung markiert den letzten Meilenstein des Crossrail-Projekts, denn es werden erstmals durchgehende Züge von Shenfield in Essex zum Terminal 5 des Londoner Flughafens Heathrow angeboten.




Fotos TfL.
Ein Jahr nach der Betriebseröffnung auf der Tunnelstrecke wird jetzt die Zugfolge in der Hauptverkehrszeit auf bis zu 24 Züge pro Stunde zwischen Paddington und Whitechapel erhöht, wobei außerhalb der Hauptverkehrszeit 16 Züge pro Stunde verkehren.
In dieser Woche jährt sich die Eröffnung der Elizabeth-Linie für Fahrgäste zum ersten Mal. Vor einem Jahr wurden in der ersten Woche mehr als 2,5 Millionen Fahrten auf der gesamten Strecke durchgeführt. Da die Züge aus dem Osten und Westen jetzt durchgehend durch das Zentrum Londons fahren, werden jetzt pro Woche durchschnittlich 3,5 Millionen Fahrgäste auf dieser Strecke gezählt, wochentags etwa 600 000. Somit hat sich die Elizabeth-Linie bereits zu einer der meistgenutzten Eisenbahnstrecken des Landes entwickelt, da sie auch weiterhin zu einfacheren Fahrten, neuen Arbeitsplätzen, Wohnungen und wirtschaftlichem Wachstum beiträgt.
Verkehrsminister Richard Holden verkündete voller Stolz: "Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Start der "Elizabeth line" wurden bereits mehr als 150 Millionen Fahrten durchgeführt, und ab heute werden noch mehr Menschen davon profitieren können. Ich bin stolz darauf, dass die Regierung mit Investitionen in Höhe von 9 Mrd. Pfund dazu beigetragen hat, dass dies möglich wurde. Dadurch konnten die Passagiere nicht nur von A nach B gelangen und ihre Lieben wiedersehen, sondern es wurden auch mehr als 55.000 Arbeitsplätze im gesamten Vereinigten Königreich geschaffen."
Das Crossrail-Projekt hat entscheidend dazu beigetragen, dass sich London und die Wirtschaft nach der Pandemie erholt haben, und die Nachfrage nach öffentlichen Verkehrsmitteln angekurbelt. TfL-Zahlen zufolge hat die Elizabeth-Linie an jedem Wochentag rund 140.000 zusätzliche Fahrten in London ausgelöst, als dies sonst der Fall gewesen wäre. Auch die Kundenzufriedenheit ist mit 82 Prozent in der TfL-Kundenzufriedenheitsumfrage für das erste Quartal 2023 (Januar bis März 2023) hoch. Die Zugänglichkeit des Verkehrsnetzes wurde verbessert - 41 stufenfreie Bahnhöfe ermöglichen neue Fahrten für behinderte und ältere Kunden sowie für Eltern mit Kinderwagen und Reisende mit Gepäck.
Schätzungsweise 30 % der Fahrten auf der Elizabeth-Linie von und nach Heathrow kommen von Personen, die zuvor den Heathrow Express zum Flughafen benutzt haben. Im neuen Fahrplan gibt es auch häufigere Verbindungen der Elizabeth-Linie von und nach Heathrow, wobei die Züge von Shenfield im Osten nun ganztägig bis zum Heathrow Terminal 5 fahren. Den Flughafen erreichen nun den ganzen Tag über sechs Züge der Elizabeth-Linie pro Stunde. Alle Heathrow-Züge halten an den Terminals 2 und 3, vier Züge pro Stunde fahren weiter zum Terminal 4 und zwei pro Stunde zum Terminal 5.
Der Oberbürgermeister von London, Sadiq Khan, erklärte: "Die Elizabeth-Linie ist die bedeutendste Erweiterung unseres Verkehrsnetzes seit Jahrzehnten und hat sich als weit mehr als nur eine neue Eisenbahnlinie erwiesen - sie gibt dem ganzen Land einen entscheidenden wirtschaftlichen Impuls und trägt entscheidend dazu bei, dass die Menschen wieder auf die öffentlichen Verkehrsmittel in London umsteigen. Die Einführung des vollständigen Fahrplans markiert jetzt den Abschluss des Crossrail-Projekts, und ich freue mich, dass die Fahrgäste nun noch häufiger durch die Hauptstadt und darüber hinaus fahren können. Die Elizabeth line trägt dazu bei, ein besseres London zu schaffen - eine sicherere, gerechtere, grünere und wohlhabendere Stadt für alle Londoner."
RL, Michael Laudahn, WKZ; Quellen: BBC, Daily Mail, TfL




