Schweden: Größere Streckensperrungen in den Sommermonaten - Umleitungen im Güterverkehr

Foto Trafikverket.
In den letzten Jahren haben die Investitionen in die Instandsetzung verschlissener Gleise und Strecken in Schweden deutlich zugenommen. Wie Trafikverket mitteilt, ist der Instandhaltungsbedarf eigentlich noch größer. "Wir haben heute eine verschlissene Anlage, die einst für leichtere und langsamere Züge gebaut wurde. Mit immer mehr, schwereren und schnelleren Zügen auf den Gleisen ist der Verschleiß erheblich. Die Alternative zu Wartung und lästigen Stopps wäre fast ein abrupter Stopp."
Umfangreichere Wartungsarbeiten wurden schon an den Wochenenden wie Ostern und Christi Himmelfahrt durchgeführt, werden nun aber hauptsächlich im Sommer stattfinden, wenn der Pendler- und Schülerverkehr weniger stark ist.
Bereits in Woche 24, vom 12. bis 19. Juni, wird es eine größere Sperrung geben. Während einer intensiven Woche werden zahlreiche Arbeiten entlang der Södra stambanan und auf der Verbindungsstrecke Kust till Kustbanan stattfinden. Betroffen sind die Orte Norrköping, Linköping, Mjölby, Nässjö, Alvesta, Värnamo und Hässleholm.
Eine weitere größere Sperrung wird vom 19. Juni bis zum 21. August auf der Västkustbanan stattfinden. Aufgrund von Arbeiten an der Västkustbanan wird der Zugverkehr zwischen Mölndal und Göteborg den ganzen Sommer über eingestellt.
"Es ist gut, daran zu denken, dass die Einstellung des Verkehrs auf bestimmten Strecken zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen auf anderen Strecken führen kann. In diesem Sommer werden zum Beispiel die Markarydsbanan (Hässleholm - Eldsberga (Halmstad)) und die Viskadalsbanan (Varberg - Borås) im Zusammenhang mit den großen Eisenbahnarbeiten an der Westküste als Umleitung für den Güterverkehr genutzt."
Trafikverket hat auf seiner Seite eine Liste veröffentlicht, wo in den kommenden Monaten an den Gleisen gearbeitet wird. Die Liste ist ein lebendes Dokument und wird laufend aktualisiert.
https://www.trafikverket.se/resa-och-trafik/jarnvag/aktuella-arbeten-pa-jarnvagen/
Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Trafikverket




