Großbritannien: Streiks bringen den Eisenbahnverkehr in Großbritannien wieder weitgehend zum Erliegen
Der Bahnverkehr kam am Mittwoch in Teilen des Vereinigten Königreiches zum Erliegen, als eine neue Streikwelle begann. Die Mitglieder der Lokführergewerkschaft Aslef legten am Mittwoch die Arbeit nieder und werden dies am Samstag, dem 3. Juni, erneut tun, während die Mitglieder der Transportgewerkschaft RMT am Freitag streiken wollen.
Ein Sprecher von Aslef erklärte, dass es in dem seit langem andauernden Streit über Löhne und Arbeitsbedingungen "kein Nachlassen der Begeisterung" für Streikmaßnahmen gebe. Etwa 40 % aller Züge fuhren am Mittwoch, jedoch gab es große regionale Unterschiede, und einige Bahngesellschaften ließen überhaupt keine Züge fahren. Während der RMT-Aktion am Freitag soll etwa die Hälfte des Netzes stillgelegt werden.
Sowohl Aslef als auch RMT erklärten, dass sie kein Lohnangebot erhalten haben, welches sie ihren Mitgliedern empfehlen können. Das jüngste Angebot, das die Aslef-Führung abgelehnt hat, sah eine Lohnerhöhung von 4 % im ersten Jahr und eine weitere Erhöhung von 4 % im zweiten Jahr vor, vorausgesetzt, die Gewerkschaft hätte auch Änderungen der Arbeitsbedingungen akzeptiert.
Die betroffenen Bahnunternehmen haben eine Reisewarnung herausgegeben, dass an Streiktagen kein oder nur ein stark eingeschränkter Verkehr stattfinden wird. Ein Sprecher des Verbands der Bahngesellschaften (Rail Delivery Group, RDG) sagte, die Arbeitsniederlegungen würden "Enttäuschung und Frustration bei Zehntausenden von Menschen" hervorrufen und Familien, die in den Ferien verreisen, Unannehmlichkeiten bereiten. Ein Sprecher des Verkehrsministeriums fügte hinzu, dass die Gewerkschaften ihre Mitglieder bei jedem Streik zu Gehaltseinbußen zwingen würden. Er sagte dann: "Die Regierung hat ein faires und vernünftiges Lohnangebot ermöglicht, jetzt müssen die Gewerkschaftsführer das Richtige tun und ihren Mitgliedern dieses Angebot unterbreiten."
RL, WKZ, Quellen BBC, inews, Yorkshire Evening Post




