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Am Sonntag, den 4. Juni, brach am späten Nachmittag das Verkehrsleitsystem in Amsterdam zusammen; der Zugverkehr war im weiten Umkreis unmöglich. Auch das "Back-up-System" funktionierte nicht, oder man entschied sich zu spät, darauf umzuschalten. Erst am Montag nach der Rushhour wurde es etwas ruhiger.
Das System der Verkehrsleitung Amsterdam konnte nach einer anfänglichen Störung am frühen gestrigen Abend zunächst wieder in Betrieb genommen werden. Es schien stabil genug, um den Zugverkehr wieder aufzunehmen. Gegen 20 Uhr schien das System jedoch wieder nicht zu funktionieren.
Am Montag, 5. Juni, wurde die Verkehrssteuerung für das Gebiet in und um Amsterdam auf die Ausweichstelle in Utrecht verlegt. Dazu mussten Kollegen aus der Amsterdamer Verkehrsleitzentrale nach Utrecht wechseln und die dortigen Systeme in Betrieb nehmen. Dann wurde über Nacht alles vorbereitet, um die Verkehrsleitung Amsterdam vom Ausweichquartier in Utrecht aus fernbedienen zu können. Das dauerte mehrere Stunden: Die Kollegen mussten umziehen und die Systeme in Betrieb nehmen. Nachdem die Verkehrsleitzentrale am Ausweichstandort aktiv war, mussten die Folgen des Ausfalls beseitigt werden, bevor im Laufe des Montags ein stabiler Fahrplan gefahren werden konnte.
Der Verkehr konnte am Montagmorgen um 9 Uhr wieder in Betrieb genommen werden. Die Ursache des Ausfalls bei der Verkehrsleitung Amsterdam ist noch unklar.
Ärgerlich war der Ausfall für die Besucher eines Kozerts von Harry Styles, für das die meisten mit dem Zug angereist waren; sie konnten kaum nach Hause kommen, wenn es ihnen nicht gelang, einen alternativen Transport zu organisieren. Für etwa hundert Zugpassagiere, die in der Nacht von Sonntag auf Montag am Utrechter Hauptbahnhof festsaßen, wurde eine Nachtunterkunft eingerichtet, berichtete ein Sprecher der Sicherheitsregion Utrecht.
Schlimm war auch, dass einige Taxifahrer dies ausnutzten und überhöhte Preise verlangten.
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