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Donnerstag, 29 März 2018 07:33

Niederlande: Anpassung der HSL-Infrastruktur zur Leistungssteigerung erforderlich

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Foto NS.

Die Maßnahmen des niederländischen Bahnbetreibers NS und des Infrastrukturverwalters ProRail zur Leistungssteigerung der Inlandszüge - Intercity direct und Intercity Den Haag-Eindhoven - auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke HSL tragen zwar erste Früchte, die HSL stößt jedoch trotzdem an ihre Grenzen. Eine radikale Veränderung der Infrastruktur sei notwendig, um langfristig gute Leistungen zu erzielen und strukturelle Verbesserungen vorzunehmen. Dies ist Gegenstand einer von beiden Unternehmen in Auftrag gegebenen unabhängigen Studie.

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"NS und ProRail können nicht viel mehr tun, um die Leistung der Züge auf der HSL zu verbessern. Die einzige Möglichkeit, die HLS wie das übrige Schienennetz funktionieren zu lassen, ist die Änderung der Infrastruktur und der Züge", so die Geschäftsführer Roger van Boxtel (NS) und Pier Eringa (ProRail) im Handelsblatt NRC.

Unabhängige Forscher bestätigen, dass NS und ProRail mit dem HSL-Verbesserungsprogramm alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Leistung auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zu verbessern. Die Leistung verbessert sich und die Vereinbarungen mit dem Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft wurden 2017 mehr als erfüllt. Trotz aller getroffenen Maßnahmen wird sich die Performance der HSLs voraussichtlich erst ab 2019 deutlich verbessern.

Auch wenn die Ziele im vergangenen Jahr erreicht wurden und die Dinge immer besser werden, ist die Pünktlichkeit auf der HSL immer noch geringer als auf regulären Strecken. "Die Dehnbarkeit ist aus dem System", sagt Van Boxtel in einem Interview mit BNR News Radio. "hunderte von Millionen" müssen investiert werden.

Ab dem 9. April fahren täglich 246 Züge auf der HSL. Mit der Einführung von Eurostar und Intercity Brussels an der HSL erfüllt NS die jüngsten Vereinbarungen mit dem Ministerium im Jahr 2013. Nur größere Änderungen an der Strecke lassen die gleiche Zuverlässigkeit erwarten, wie sie auf der regulären Strecke vorhanden ist. Leider werden sich sich die Reisenden vorerst immer noch mit Annullierungen auseinandersetzen müssen.

Um wirklich gute Leistungen zu erzielen, ist ein "Systemsprung" notwendig; die Infrastruktur muss in großem Maßstab angepasst werden. Dies bedeutet die Beseitigung von Konstruktionsfehlern, die beim Bau des Gleises gemacht wurden, wie z.B. die vielen Systemtrennstellen und die verschiedenen Sicherheitssysteme. NS und ProRail haben dazu Ideen ausgearbeitet und werden diese in der nächsten Zeit mit dem Ministerium diskutieren. Dazu gehören die Vorverlegung von Investitionen oder eine andere Priorisierung, beispielsweise von ERTMS-Investitionen, sowie die Zusammenlegung oder Vorverlegung geplanter Aktivitäten.

Im Herbst 2017 haben NS und ProRail eine unabhängige Analyse "Verbeterprogramma HSL" der Verbesserungsmaßnahmen an der HSL in Auftrag gegeben und eine Stellungnahme zu den weiteren Erwartungen an die zukünftige Entwicklung der HSL abgegeben. Die Studie gibt kurz-, mittel- und langfristige Empfehlungen. Eine Reihe von Maßnahmen wurden bereits eingeleitet, wie die Steuerung der Abfahrtspünktlichkeit und die Aufnahme des Brüsseler IC in das Verbesserungsprogramm HSL. Diese jüngste Analyse folgt auf die Studie, die 2016 von Railistics und Triple Bridge, ebenfalls im Auftrag des Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft, durchgeführt wurde.

WKZ, Quelle NS

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