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Die Zugreisen von Amsterdam nach Berlin und umgekehrt werden in diesem Sommer aufgrund von Bauarbeiten in beiden Ländern mit zusätzlichen Umstiegen und einer längeren Reise verbunden sein. Die Arbeiten und damit die Umleitung in den Niederlanden dauern von Donnerstag, 20. Juli, bis Montag, 7. August.
So wird der "IC Berlin" nur zwischen Amsterdam und Hamm (Westf) verkehren, wo er aufgrund von Arbeiten in den Niederlanden auch zwischen Amsterdam und Deventer umgeleitet wird. Die Abfahrt von Amsterdam erfolgt 15 Minuten früher und die Ankunft in Amsterdam 15 Minuten später. In den Fahrplanauskünften der DB und der NSI wird manchmal auch der ICE über Duisburg als Alternative angegeben, was angesichts der Unbeständigkeit des "ICE International" nicht immer eine gute Idee ist ...
Von Donnerstag, dem 20. Juli, bis Montag, dem 7. August, arbeitet das Bauunternehmen BAM auf dem Bahnhof Apeldoorn und in dessen Umgebung. Es werden Weichen ausgetauscht, das Gleis erneuert und an die Bahnsteige angepasst.
Arbeiten an den Weichen
Die Weichen und Weichenheizungen im und um den Bahnhof Apeldoorn sind am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangt und müssen daher ausgetauscht werden. Derzeit gibt es 36 Weichen im Bahnhof Apeldoorn. Zwölf davon werden entfernt, acht eins zu eins ersetzt und vier neue Weichen eingebaut. Die alten gasbetriebenen Weichenheizungen werden durch elektrische Weichenheizungen ersetzt. Diese ist weniger umweltschädlich, verbraucht weniger Energie, ist also nachhaltiger und ebenso zuverlässig.
Auch mehrere Teile des Gleises müssen erneuert werden. Das bedeutet, dass der vorhandene Schotter ersetzt und die Holzschwellen gegen Betonschwellen ausgetauscht werden. Dabei wird die Gleisführung optimiert, damit die Züge reibungsloser und schneller ein- und ausfahren können. Mit anderen Worten: ein neuer Gleisplan. Dazu müssen die Oberleitungen angepasst, Kabel und Rohre ersetzt, die Zugsicherung erneuert und die Bahnsteige angepasst werden.
Nachhaltige Arbeit
Eine Besonderheit dieser Arbeiten in Apeldoorn ist die Art und Weise, wie sie durchgeführt werden: nahezu emissionsfrei. Fast alle eingesetzten Maschinen sind elektrisch. Dadurch werden CO2-Emissionen, Feinstaub und Lärmbelästigung für die unmittelbare Umgebung reduziert.
Aber das ist noch nicht alles: Das Bauunternehmen BAM trifft auch andere nachhaltige Entscheidungen. Zum Beispiel durch die Installation von Sonnenkollektoren auf den Dächern der Bauhütten, die die Baustelle mit Strom versorgen. Oder die Bauarbeiter versammeln sich an einem leicht zugänglichen Ort, von wo aus sie mit Elektrobussen zur Baustelle gebracht werden. Und indem die Materialien mit der Bahn statt auf der Straße angeliefert werden. Das spart immerhin 26 Lkw.
Bereit für die Zukunft
Mit den Arbeiten an der Strecke und am Bahnhof wird Apeldoorn fit für die Zukunft gemacht. Dank der Umbaumaßnahmen können die Züge auf der Amersfoorter Seite bald schneller in den Bahnhof ein- und ausfahren. Die Züge nach Deventer und Zutphen erhalten einen eigenen Halteplatz. Dadurch wird das Gleis stabiler und die Fahrgäste werden besser auf den Bahnhof verteilt.
Die Arbeiten im und um den Bahnhof Apeldoorn waren ursprünglich von Samstag, 22. Juli, bis Montag, 7. August, geplant. Die Stilllegung wird nun zwei Tage früher beginnen. Diese zusätzliche Zeit wird für die Installation der Signale benötigt. Es stellte sich heraus, dass der im Entwurf für Apeldoorn vorgesehene Signaltyp nicht verfügbar war. Eine Verschiebung der Arbeiten auf einen Zeitpunkt, an dem die neuen Signale zur Verfügung stehen, ist nicht möglich. Deshalb muss ein anderer Signaltyp gewählt werden. Diese Umstellung erfordert Zeit.
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