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Am 22.06.2023 wurde der modernisierte Schienenverkehrsdienst in Südmähren eingeweiht und für Fahrgäste geöffnet. Es handelt sich dabei um eine der größten kohäsionspolitischen Investitionen in Tschechien. Die Modernisierung dieser Verbindung mit 37 neuen elektrisch betriebenen Schienenfahrzeugen wird zur Entlastung während der Hauptverkehrszeiten in der viel genutzten südmährischen Eisenbahn beitragen. Auf der Strecke werden jährlich etwa 22 Millionen Fahrgäste befördert.
Das Projekt wurde im Dezember 2019 genehmigt und erhielt im Programmplanungszeitraum 2014-2020 kohäsionspolitische Mittel in Höhe von 223 Mio. EUR, bei einem Gesamtvolumen von 265 Mio. EUR.
Im Dezember 2019 bestellte die Region Südmähren bei der Škoda Gruppe insgesamt 37 elektrische barrierefreie Moravia. Darunter sind 6 zweiteilige Züge der Serie 550 und 31 vierteilige Züge der Serie 550. Sie sind hauptsächlich für die Linien
• S2 Letovice - Brno - Křenovice horní nádraží,
• S3 Křižanov - Tišnov - Brno - Hustopeče u Brna / Židlochovice,
• S51 Šakvice - Břeclav und S9 Břeclav - Hodonín bestimmt.
Die sanierte Eisenbahnstrecke verfügt über neue moderne Schienenfahrzeuge, die die beiden verkehrsreichsten Regionalbahnstrecken rund um die Regionalhauptstadt Brünn bedienen.
Ein grüner, moderner und barrierefreier Schienenverkehr
Die neuen, elektrisch betriebenen und energieeffizienten Züge mit mehr als 10 000 Sitzplätzen ersetzen veraltete Schienenfahrzeuge und bieten den Fahrgästen sicherere, schnellere und bequemere Fahrten. Es wird erwartet, dass sich dadurch mehr Menschen motiviert fühlen, mit dem Zug zu fahren. Jedes Schienenfahrzeug wurde nach einer für die Region Südmähren typischen Weinsorte benannt.
Es wird ein modernes europäisches ETCS-Zugsicherungssystem installiert und die Züge werden Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreichen.
Hintergrund
Im Zeitraum 2014–2020 hat Tschechien kohäsionspolitische Mittel in Höhe von 25,7 Mrd. EUR erhalten. Die Sanierung der Bahnlinie wurde aus dem operationellen Programm für den Verkehrssektor finanziert, das aus dem Kohäsionsfonds (3,5 Mrd. EUR) und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (900 Mio. EUR) unterstützt wird.
Für den Programmplanungszeitraum 2021–2027 wurden Tschechien 21 Mrd. EUR aus Mitteln der Kohäsionspolitik zugewiesen, um gemeinsame EU-Prioritäten wie eine ausgewogene territoriale Entwicklung und eine gerechte Klima- und Digitalwende zu verwirklichen und gleichzeitig eine innovative und inklusive soziale Marktwirtschaft zu unterstützen.
Auch aus den kohäsionspolitischen Fonds wird weiterhin die Entwicklung einer nachhaltigen und intelligenten Mobilität in Tschechien gefördert.
Mit einem Budget von über 4,8 Mrd. EUR wird das neue Verkehrsprogramm die Verkehrsinfrastruktur in Tschechien verbessern, einschließlich einer nachhaltigen und sichereren Mobilität in tschechischen Städten. Im Rahmen dieses Programms werden aus dem Kohäsionsfonds 800 Mio. EUR für nachhaltige städtische Mobilität bereitgestellt. Dazu gehören auch der Bau und die Sanierung von Straßenbahn- und Oberleitungsbus-Linien in den größten tschechischen Ballungsräumen.
Pressemeldung EU-Kommission, Ergänzung ČD