

Fotos NS.
Die NS will ihren Fahrplan im Jahr 2024 ausbauen. Das geht aus dem neuen "Antrag auf Beratung Fahrplan 2024" (Adviesaanvraag Dienstregeling 2024) an die im LOCOV (Landelijk Overleg Consumentenbelangen Openbaar Vervoer, Nationale Konsultation der Verbraucherinteressen im öffentlichen Verkehr) zusammengeschlossenen regionalen Behörden und Fahrgastorganisationen hervor. Die Einstellung neuen Personals scheint Früchte zu tragen; die Züge können fast wieder mit normalem Personalbestand gefahren werden.
Zwischen den Großstädten sollen bald vier Intercity-Züge pro Stunde verkehren, auch an Wochenenden und in den Nebenverkehrszeiten. Viele beliebte Strecken, die 2023 nicht verlängert werden konnten, werden nun wieder mehr Verbindungen erhalten. So wird beispielsweise der direkte Intercity Direct über die Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Breda und Amsterdam zurückkehren. Auch die Frequenz einiger Sprinter wird sich erhöhen. Allerdings werden auf einer Reihe von Strecken zu verkehrsarmen Zeiten weniger Sprinter fahren. Insgesamt wird die NS damit 1800 zusätzliche Züge pro Woche einsetzen. Eine weitere wichtige Änderung: Die Fahrzeit nach Berlin wird um eine halbe Stunde verkürzt. Der neue Fahrplan trägt dem neuen Reiseverhalten nach Corona besser Rechnung. Außerdem erwartet die NS, dass sie damit mehr Fahrgäste bedienen kann.
Nach Corona hat sich das Reiseverhalten nachhaltig verändert und wir sehen zu bestimmten Zeiten, wie z.B. freitags, weniger Reisende in den Zügen. In den Nebenverkehrszeiten und an den Wochenenden steigen die Fahrgastzahlen jedoch bereits wieder auf das Niveau von vor der Corona. Der Dienstag und der Donnerstag sind zu typischen Pendlertagen geworden. All dies erfordert einen anderen Fahrplan als früher.
CEO Wouter Koolmees: "Die Niederlande reisen anders und die NS passt sich dem an. Deshalb erweitern wir dort, wo wir steigende Fahrgastzahlen sehen, den Fahrplan schrittweise. Im Jahr 2024 wollen wir zum Beispiel montags bis donnerstags mehr Züge fahren lassen. Und auch an den Wochenenden werden wir ausbauen. Dann werden wieder vier Züge pro Stunde zwischen unseren Großstädten verkehren. Das bringt die Regionen zusammen und die Fahrgäste bequem an ihr Ziel."
Neue Kollegen
Dank umfangreicher Neueinstellungen konnte die NS im vergangenen Jahr viele neue Kollegen einstellen, so dass die Auswirkungen des Personalmangels weitaus geringer sind als zuvor und die NS mehr Möglichkeiten hat. In den letzten Monaten hatte die NS häufig Kontakt mit Fahrgastorganisationen und Regierungen bezüglich des Fahrplans. Dabei kam auch der Wunsch nach Erweiterungen ausdrücklich zur Sprache. Die NS hat die Möglichkeit geprüft, mehr Züge auf mehr Strecken einzusetzen, um die Zugänglichkeit weiter zu verbessern. In Anbetracht der Anzahl der Mitarbeiter, der Arbeitsbelastung und des erwarteten Fahrgastzuwachses hat sich die NS dafür entschieden, die Erweiterungen hauptsächlich dort umzusetzen, wo möglichst viele Fahrgäste von den Verbesserungen profitieren können.
Fahrplan 2024
Der Fahrplan 2024 baut auf dem Fahrplan 2023 auf. Einige der wichtigsten Erweiterungen und Verbesserungen, die die NS umsetzen will:
• Zwischen Amsterdam und Breda wird die NS wieder dreimal pro Stunde einen direkten Intercity Direct über die Hochgeschwindigkeitsstrecke fahren. Das ist jetzt einmal mit dem Intercity Brüssel und zweimal pro Stunde mit einem Umstieg. Zwischen Amsterdam und Rotterdam werden weiterhin fünf Intercity Direct-Züge pro Stunde verkehren. An den Wochenenden wird die NS zwischen Amsterdam und Rotterdam fünf statt drei Intercity-Direkt-Züge einsetzen.
• In den verkehrsschwachen Zeiten an Wochentagen und Wochenenden wird die NS die Frequenz der Intercity-Züge auf mehreren Strecken von zweimal pro Stunde auf viermal pro Stunde erhöhen. Dazu gehören die Strecken zwischen Utrecht und Den Haag, Utrecht und Rotterdam, Den Haag und Amsterdam, Schiphol und Nijmegen sowie zwischen Dordrecht und Schiphol. In der Hauptverkehrszeit ist dies bereits viermal pro Stunde der Fall.
• Zwischen Schiphol und Arnheim sowie zwischen Dordrecht und Schiphol wird die NS die IC-Frequenz an Wochenenden von zwei auf vier Mal pro Stunde erhöhen.
• In der Hauptverkehrszeit von Montag bis Donnerstag wird die NS auf der Strecke von Arnheim über Utrecht und Schiphol nach Rotterdam (v.v.) zusätzliche Intercity-Züge einsetzen, so dass hier wieder alle zehn Minuten ein Intercity verkehrt.
• In der Hauptverkehrszeit von Montag bis Donnerstag wird die NS zusätzliche Sprinter zwischen Dordrecht und Rotterdam einsetzen, so dass hier wieder alle zehn Minuten ein Sprinter verkehrt.
• In der Hauptverkehrszeit von Montag bis Donnerstag wird die NS vier Sprinter pro Stunde zwischen Assen und Groningen einsetzen. Derzeit ist dies zweimal pro Stunde der Fall.
• Zwischen Arnheim und Nijmegen erhöht die NS in der werktäglichen Nebenverkehrszeit die Anzahl der Sprinter auf vier pro Stunde. In der Hauptverkehrszeit war dies bereits der Fall.
• Die NS wird freitags, samstags und sonntags direkte Intercity-Züge zwischen Heerlen und der Randstad fahren, derzeit steigen Reisende an diesen Tagen noch in Eindhoven um.
• Der Sprinter zwischen Dordrecht, Breda, 's-Hertogenbosch und Nijmegen verkehrt abends und am Wochenende zweimal pro Stunde, während er derzeit einmal pro Stunde verkehrt.
• Der Sprinter von Leeuwarden nach Zwolle wird bis Lelystad weitergeführt. Damit wird eine neue Verbindung geschaffen, die den Reisenden in Richtung Dronten und Kampen Zuid das Umsteigen erspart. Die Reisezeit von Meppel nach Dronten verkürzt sich dadurch um 22 Minuten.
• Die Fahrzeit mit dem Intercity Berlin verkürzt sich um eine halbe Stunde. Ermöglicht wird dies durch Änderungen an der niederländischen Eisenbahninfrastruktur und den Einsatz anderer Lokomotiven. Allerdings hält dieser Zug nicht mehr in Almelo.
• Die NS verkürzt die Fahrzeit des Sprinters zwischen Utrecht und Tiel sowie zwischen Utrecht und 's-Hertogenbosch freitags bis sonntags um etwa sieben Minuten.
Verbesserungen im Fahrplan 2024

Die Strecken, auf denen die NS weniger Sprinter zu verkehrsarmen Zeiten einsetzen wird:
• Zwischen Amsterdam Centraal und Almere Oostvaarders wird die Anzahl der Sprinter von vier auf zwei pro Stunde in den verkehrsschwachen Zeiten reduziert.
• Zwischen Utrecht Centraal und Woerden wird die Zahl der Sprinter in den Nebenverkehrszeiten von vier auf zwei pro Stunde reduziert.
• Zwischen Utrecht Centraal und Hoofddorp wird die Zahl der Sprinter freitags von vier auf zwei pro Stunde reduziert.
• Zwischen Hoofddorp und Leiden Centraal wird die Zahl der Sprinter freitags von vier auf zwei pro Stunde reduziert.
Die NS holt nun Stellungnahmen zu ihren Plänen für den Fahrplan 2024 ein. Es wird erwartet, dass die Verbraucherorganisationen und die dezentralen Behörden bis zum Ende des Sommers eine Empfehlung abgeben werden. Danach wird die Entscheidung formell endgültig sein.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle NS