
Wird die Baureihe 2018 bald in der Ukraine fahren? Foto Deutsche Bahn AG/Uwe Miethe.
Die Ukrainische Staatsbahn "Ukrzaliznycja" (UZ) steht mit der Deutschen Bahn in Bezug auf die Genehmigung einer Vertraulichkeitsvereinbarung über rollendes Material der deutschen Eisenbahngesellschaft in Verhandlung. Dies folgt aus der Kopie eines Schreibens der UZ an das Ministerium für Infrastruktur der Ukraine, die das Zentrum für Transportstrategien (CTS) veröffentlicht hat.
Gespräche über fahrzeuge der Deutschen Bahn laufen schon seit Oktober 2017. Während dieser Zeit tauschten die Parteien auf der Ebene der Rechtsabteilungen beider Bahnen Positionen zu den Vertragsbestimmungen aus. Die letzte Antwort der ukrainischen Seite wurde der deutschen Seite am 19. März 2018 mit Kommentaren zur Vorbereitung der endgültigen Fassung des Vertrags übermittelt, heißt es in dem Dokument.
Es wird seitens der UZ darauf hingewiesen, dass die deutsche Seite erst nach der Vereinbarung der Vertraulichkeitsvereinbarung bereit sein wird, die relevanten Unterlagen für das vorgeschlagene Fahrzeugmaterial für weitere Untersuchungen durch die Spezialisten der UZ zur Verfügung zu stellen. Und erst danach wird ein Gutachten zur Zweckmäßigkeit der weiteren Zusammenarbeit beim Kauf von gebrauchtem rollenden Eisenbahnmaterial in Deutschland erstellt.
Insbesondere heißt es in dem Dokument: "Die ukrainische Seite hat die Liste der Fahrzeuge ausgearbeitet, die von potentiellem Interesse sind":
• Diesellokomotiven: BR 215 (V 160), BR 218 (V 160), BR 234
• Dieselelektrische und -hydraulische Züge: VT 610, VT 614/VM 914, VT 628.2/VS 928.2, VT 628.4/VS 928.4
• Reisezugwagen: WRmz 134.5, WRmz 137.3, ARkimbz 266.9
• Personenwagen: WLABm 171.0/171.1, WLABm 171.3, WLABm 172.0, WLABm 172.3.
Neben technischen Fragen müssen auch Fragen zur Art der Instandhaltung eines solchen rollenden Materials geklärt werden, darunter die Versorgung mit Ersatzteilen aus Deutschland, z.B. über eine Lizenz für ihre Produktion in der Ukraine.
Hans-Jürgen Schulz, WKZ, Quelle CTS