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Das Ministerium für Verkehr, Mobilität und urbane Agenda (Mitma) hat am 21.07.2023 über Adif für einen Betrag von 49,5 Mio. EUR (inkl. MwSt.) mehrere Maßnahmen ausgeschrieben, die einen wichtigen Fortschritt für die Interoperabilität und die Verbesserung der Leistungsfähigkeit des durch Aragonien verlaufenden Eisenbahnnetzes, insbesondere für den Güterverkehr, bedeuten werden.
So erhält die Elektrifizierung der Strecke Zaragoza - Teruel - Sagunt mit der Ausschreibung eines Investitionsvolumens von 38,4 Mio. EUR für den Bau der Traktionsunterwerke Cariñena und Villafranca, der 220-kV-Hochspannungsoberleitung und der Autotransformationszentren einen neuen Impuls. Die Elektrifizierung der Strecke wird gegenüber der Dieseltraktion einen erheblichen Umweltvorteil bieten, der sich nicht nur aus der Verlagerung von Lärm und Emissionen ergibt.
Darüber hinaus werden mehr als 11,1 Mio. EUR für den Ausbau der Gleisanschlüsse an den Bahnhöfen von Zaragoza, Chiprana, Nonaspe (Provinz Zaragoza) und Flix (Tarragona) auf der konventionellen Spurweite Zaragoza - Caspe - Tarragona - Barcelona ausgeschrieben, die eine Nutzlänge von bis zu 750 m haben. Diese Maßnahmen werden die Leistungsfähigkeit des Korridors Madrid - Barcelona und damit auch die Zuverlässigkeit und die Qualität der Bedingungen für den Güterzugverkehr verbessern.
Elektrifizierung der Strecke Zaragoza-Teruel-Sagunt
Die für die Elektrifizierung der Strecke Zaragoza - Teruel - Sagunt ausgeschriebenen Arbeiten umfassen Tief- und Hochbauarbeiten, die Ausführung der Bauwerke, die Montage der Ausrüstungen, die Kanalisierung, die Zugänge, die Sicherheitssysteme, die Prüfung und die Inbetriebnahme, sowohl für den Bau der beiden Umspannwerke als auch der Hochspannungsoberleitung und der Spartransformatoren. Die technische Unterstützung für diese Arbeiten befindet sich ebenfalls in der Vergabephase und beläuft sich auf fast 600 000 EUR.
Diese Maßnahme wird einen sichereren Verkehr ermöglichen und die Treibhausgasemissionen um schätzungsweise 59 % reduzieren. Die elektrische Traktion benötigt etwa 25 % weniger Primärenergie und bis zu 45 % weniger Energie aus fossilen Brennstoffen.
Diese Arbeiten sind Teil des Masterplans für die Strecke Zaragoza - Teruel - Sagunt (311 km) mit einem Investitionsvolumen von 450 Mio. EUR (inkl. MwSt.), mit dem die Infrastruktur verbessert wird, um den Schienenverkehr, insbesondere den Güterverkehr, weiter zu fördern und die Parameter an die hohen nationalen und internationalen Leistungsstandards anzupassen.
Diese Strecke ist aufgrund ihrer geografischen Lage für die Eisenbahnverbindung zwischen dem Mittelmeer und dem Atlantik von strategischer Bedeutung und verbindet die Hafengebiete von Valencia und Bilbao sowie die logistischen Knotenpunkte von Platea (Teruel), Zaragoza-Plaza und Júndiz (Vitoria).
Nach ihrer Fertigstellung wird die Strecke interoperabel sein, über eine größere Verkehrskapazität verfügen und zu einer Erhöhung der Verkehrsgeschwindigkeit und damit zu einer Verkürzung der Fahrzeiten für Personen und Güter führen. Sie wird auch zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit des Güterverkehrs beitragen und den Betrieb von Elektrozügen ermöglichen, was die Effizienz und Nachhaltigkeit dieses Verkehrsträgers erhöht.
Ausbau der Anschlussgleise auf dem Korridor Zaragoza - Barcelona
Der Ausbau der Gleisanschlüsse in den Bahnhöfen Zaragoza, Chiprana, Nonaspe und Flix ermöglicht das Abstellen und Abstellen von Zügen mit normaler Länge, wodurch die Interoperabilität des Schienennetzes verbessert und der Schienengüterverkehr gefördert wird.
Um die Nutzlänge von 750 m zu erreichen, werden die Gleisanlagen geändert, die Streckenführung angepasst, um Erweiterungen zu ermöglichen, die Nutzung bestimmter Gleise geändert und der Oberbau, das Elektrifizierungssystem sowie die Sicherheits- und Kommunikationsanlagen erneuert.
Im Fall von Chiprana sieht das Projekt ein neues Gleis hinter dem Tunnel in Richtung Tarragona mit einer Länge von fast 1,3 km vor, das an das Hauptgleis angeschlossen wird. Im Bahnhof Nonaspe soll das Gleis 3 auf der Seite von Tarragona verlängert werden, um die kommerzielle Nutzung nicht zu beeinträchtigen. In Flix, wo es 5 Gleise gibt, werden sich die Arbeiten auf den Oberbau, die Elektrifizierung und die Anlagen konzentrieren.
Die ausgeschriebenen Arbeiten sind Teil der Vereinbarung zwischen Adif, Puertos del Estado und der Hafenbehörde von Barcelona (APB), die zu Lasten des Finanzfonds für die Zugänglichkeit des Hafengeländes geht.
Die in diesen Verträgen vorgesehenen Maßnahmen tragen zur Verwirklichung des Ziels für nachhaltige Entwicklung (SDG) 9 (Industrie, Innovation und Infrastruktur) bei, das unter anderem die Entwicklung zuverlässiger, nachhaltiger, widerstandsfähiger und hochwertiger Infrastrukturen vorsieht.
Diese Maßnahmen werden mit europäischen Mitteln aus dem Konjunkturprogramm gefördert.
WKZ, Quelle Mitma