
Foto ProRail.
Die Geschwindigkeitsbeschränkungen auf der HSL-Zuid werden etwas länger dauern, aufgrund von Planungs- und Konstruktionsfehlern wird die Geschwindigkeitsbegrenzung auf maximal 80 km/h statt 300 km/h noch länger in Kraft bleiben. ProRail und NS müssen mit längeren Fahrplananpassungen und Reisenden somit mit einer längeren Reisezeit rechnen!
Züge, die auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke (HSL) über das Viadukt Zuidweg bei Rijpwetering fahren, werden voraussichtlich bis 2025 nicht mit der normalen Höchstgeschwindigkeit fahren können. An dem Viadukt wurden Baumängel entdeckt. Die Sicherheit steht an erster Stelle. Deshalb hat ProRail bereits vor einiger Zeit beschlossen, die Geschwindigkeit dort auf 80 Kilometer pro Stunde zu reduzieren.
Fahrplan
Es wird nun davon ausgegangen, dass die Geschwindigkeit erst 2025 wieder auf 300 km/h erhöht werden kann. ProRail und NS werden diese Geschwindigkeitsbegrenzung im Fahrplan berücksichtigen müssen. Es wird erwartet, dass wir die Geschwindigkeit im Jahr 2023 auf 160 km/h anheben können.
Ursache
Die Geschwindigkeitsbeschränkung ist auf mehrere Probleme zurückzuführen. Zum Beispiel sind die Konstruktion und die Schweißnähte nicht stabil genug, was zu Rissen in den Schweißnähten führt. Beim Bau wurden falsche Berechnungen angestellt. Außerdem begann sich der Untergrund des Viadukts zu bewegen. Seit dem Bau des HSL - im Jahr 2009 - hat sich das Gleis horizontal um acht Zentimeter verschoben. Diese Verschiebung wurde seit dem Bau aktiv überwacht, gab aber noch keinen Anlass zum Handeln.
Im Oktober 2022 wurde klar, dass wir das Viadukt nicht mehr mit 300 Stundenkilometern befahren können. Daraufhin wurde beschlossen, die Geschwindigkeit auf 80 km/h zu reduzieren und weitere Untersuchungen zum Zustand des Bauwerks einzuleiten. Dabei wurden die oben genannten Ursachen festgestellt. In der Nähe des Viadukts wurden neun weitere Viadukte auf die gleiche Weise gebaut. Diese werden nun ebenfalls untersucht. Das Befahren dieser Viadukte ist mit 160 km/h erlaubt.
Genaue Untersuchung
Die Untersuchung der Lösung dieses Problems ist schwierig. So stellt sich beispielsweise die Frage, ob die in den Boden eingelassenen Masten die Kräfte auf das Viadukt aufnehmen können, wenn ein Zug mit hoher Geschwindigkeit darüber fährt. Dies muss mit Simulationsprogrammen berechnet werden. ProRail geht davon aus, dass die Geschwindigkeit im Jahr 2023 noch einmal erhöht werden kann. Eine Geschwindigkeit von 300 km/h erfordert zunächst größere Reparaturarbeiten. Das nimmt mehr Zeit in Anspruch und wird frühestens 2025 möglich sein.
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