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Sonntag, 08 April 2018 18:14

Österreich: Weitere Unterstützung zur Lage der Donauuferbahn gesucht

Unbenannte Anlage 00017

Am 13.10. 2017 wurde der schon eingeleitete Abbruch der Donauuferbahn quasi in letzter Minute gestoppt, einige Gemeinden haben in dieser Richtung Beschlüsse gefasst. Doch die Lage ist gleichgeblieben. Für das große Schotterwerk konnten konkrete positive Pläne zum Rückkehr zum Bahntransport bis dato nicht verwirklich werden, weil das Land auf dem lebensfremden Standpunkt steht, dass das Unternehmen oder die Gemeinden die Verkehrsinfrastruktur selbst zahlen sollten. 

Daher donnern nach wie vor ca. 75 Lkw täglich über Persenbeug, was für die AnwohnerInnen nicht lustig ist, Straßen ruiniert und auch nicht der immer wieder beschworenen Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene entspricht. Ins Auge springend ist, dass ausgerechnet Bahnschotter nicht mit der Bahn wegtransportiert wird. Nun wird geplant, mit einer Seilbahn hoch über der Donau zunächst 100 000 t Bahnschotter, und bald 200 000 t jährlich und mehr zur Westbahn nach Krummnussbaum zu verfrachten - und demnächst könnte mit der Bahnzerstörung begonnen werden.

Wir sind der Meinung, dass

• Bahnschotter bei (noch) vorhandenen Gleisen per Bahn abtransportiert werden sollte;
• die Kosten für eine Seilbahnbrücke ähnlich hoch sind wie für die Ertüchtigung der Bahn, die Bahn aber in Zukunft weniger Belastungseffekte und auch andere Nutzeffekte hat, etwa für den Tourismus;
• Wenn allein für den inzwischen dritten Umbau des Bahnhofs Tulln 42,5 Millionen € vorhanden sind und eine zweifelhafte Waldviertelautobahn mit Milliardenkosten im Raum steht, sollten 15 Millionen für eine Ertüchtigung einer bestehenden Bahn auch kein Problem sein, insbesondere für eine Region, die nicht ein Stiefkind bei Infrastrukturinvestitionen bleiben sollte;
• eine Seilbahnbrücke für Bahnschotter am Fuße von Maria Taferl auch für das Landschaftsbild des Strudengaus ernsthaft zu bedenken wäre

Wir ersuchen Sie daher: Bitte ermutigen und ermuntern Sie auf geeignete Weise (ihre) Bürgermeister, Gemeinderäte und sonstige VertreterInnen auf die Kraft der Solidarität in der Region zu bauen und - wie bis vor kurzem – dafür einzutreten, dass die Donauuferbahn nicht zerstört, sondern geschützt wird, und so die wirtschaftlichen und ökologischen Möglichkeiten für die Region zu erhalten werden, damit Kinder und Kindeskinder nicht einmal sagen werden, dass 2018 große Chancen für immer verspielt wurden.

Die Petition für den Erhalt der Donauuferbahn https://donauuferbahn.aktivist.in hat derzeit über 1800 Unterstützerinnen im Internet, und dazu kommen noch etliche hundert auf Papierlisten.

Pressemeldung Verkehrs- und Regionalforum Waldviertel, Mitglied des Netzwerks VERKEHRSWENDE NÖ

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