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Mittwoch, 11 April 2018 07:00

Finnland: Verläuft die geplante Arktis-Bahn zu nahe an der russischen Grenze?

Die Pläne der finnischen Verkehrsministerin Anne Berner, die geplante Arktisbahn von Rovaniemi im finnischen Lappland zum norwegischen Hafen Kirkenes zu führen, wurden von der Nationalen Agentur für Versorgungssicherheit (National Emergency Supply Agency, NESA) in Frage gestellt.

Nach einem Bericht der finnischen Transportbehörde (FTA) würde die von der Arktischen Eisenbahn beförderte Fracht hauptsächlich aus Mineralien, Fisch, Rohholz und Produkten der Holzindustrie bestehen. Der Bau des ehrgeizigen Bahnprojekts würde schätzungsweise 2,9 Mrd. Euro kosten. In einer Stellungnahme zu einem Bericht des Ministeriums über das Projekt sagte Berner, dass die geplante Eisenbahn die logistische Position Finnlands, die Erreichbarkeit und die Versorgungssicherheit Finnlands deutlich verbessern würde.

Allerdings hat die NESA die Erklärung der Ministerin insoweit angefochten, als es keine Grundlage für die Behauptung gäbe, dass die Strecke die Versorgungssicherheit verbessern könnte. "Für die Eisenbahn gibt es keine Rechtfertigung bezüglich der Versorgungssicherheit. Unser CEO hat dies Ministerin Berner deutlich gemacht", wird NESA-Logistikleiterin Raija Viljanen vom Independent Barents Observer zitiert. "Die Eisenbahn würde sehr nah an die russische Grenze fahren, und wenn wir an ein Krisenereignis denken, ist es wahrscheinlich, dass die Strecke nicht benutzbar sein wird."

Laut Generalmajor Ala-Sankila vom finnischen Verteidigungskommando würden sich die Risiken verringern, wenn die Route durch Westlappland führen würde.

WKZ, Quelle The Independent Barents Observer

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Letzte Änderung am Mittwoch, 11 April 2018 07:09

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