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Montag, 21 August 2023 10:00

Großbritannien: Insolvenz der Buckingham Group gefährdet Teile des HS2-Projekts

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Fotos Buckingham Group.

Der Baukonzern Buckingham Group, führend auf dem britischen Markt für große Bauprojekte wie Sportstadien und Verkehrsanlagen steht vor dem Aus. Am 17.08.2023 hat der Vorstand der Buckingham Group bekannt geben, dass die rapide ansteigenden Vertragsverluste und die stark gesunkene Liquidität dazu führen, dass das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt seine Geschäftstätigkeit nicht fortführen kann.

Infolge der jüngsten Herausforderungen hat der Vorstand eine Absichtserklärung zur Ernennung von Verwaltern eingereicht, um das Unternehmen zu schützen, während ein Verkauf des gesamten oder eines großen Teils des Unternehmens in einem "sehr kurzen Zeitraum" geprüft wird. Das Unternehmen erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 665 Mio. GBP (ca. 780 Mio. EUR) und erklärte, dass sie trotz einer "sehr starken kommerziellen Leistung in den meisten Geschäftsbereichen" kürzlich "hohe Verluste und zwischenzeitliche Liquiditätsdefizite bei drei großen Aufträgen für Stadien und Arenen sowie bei einem umfangreichen Erdbauauftrag in Coventry" erlitten haben.

Zu den Großprojekten im Bahnbereich, an denen Buckingham Group beteiligt ist, gehören in Calvert North der Bau einer 4 km langen HS2-Trasse und 3,5 km der East-West-Rail-Strecke, welche zukünftig die HS2-Trasse bei Calvert überqueren soll, sowie Bauarbeiten im Rahmen des East-West-Rail-2-Projekts. Hinzu kommen zahlreiche Bauprojekte von Brücken, Fernverkehrsstraßen, Einkaufszentren und Sportstadien.

Welche Auswirkungen eine Insolvenz auf die laufenden Bauprojekte hat, lässt sich derzeit noch nicht überblicken.

GK, RL, WKZ; Quellen: BBC, Buckingham Group

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