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Montag, 28 August 2023 08:00

Norwegen: Bane NOR prüft mehrere Optionen für eine neue Randklev-Brücke über den Lågen

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Fotos Sigbjørn Korsgård, Bane NOR, Aksel Jermstad, Bane NOR.

Nach dem Einsturz der Randklev-Brücke wurde der Verkehr auf Teilen der Dovrebanen eingestellt. Bane NOR erwägt nun eine Behelfsbrücke für die Dauer der Zeit, in der eine neue Brücke geplant wird. Deren Bau wird "viel Zeit in Anspruch nehmen".

Das Extremwetter "Hans" hat in Ostnorwegen große und verheerende Folgen für Wohngebiete, Unternehmen, Straßen und Eisenbahnen gehabt. Die anschließenden sintflutartigen Regenfälle in Trøndelag und Innlandet haben die Situation noch verschlimmert. Der Zugverkehr wurde an mehreren Stellen unterbrochen, und wir haben intensiv an den Aufräumarbeiten und der Wiedereröffnung mehrerer Bahnstrecken gearbeitet.

Der schwerwiegendste Vorfall für den Zugverkehr ereignete sich am 14. August. Das Hochwasser im Gudbrandsdalslågen erfasste die Randklev-Brücke, die zusammenbrach und im Fluss liegen blieb. Die Dovrebanen ist daher auf diesem Teil der Strecke gesperrt.

Außerdem ist die Bahnstrecke zwischen Ringebu und Dombås noch immer gesperrt, da an der Beseitigung mehrerer kleinerer Erdrutsche gearbeitet wird, die durch das Unwetter ausgelöst wurden. Die Strecke zwischen Oslo und Lillehammer, zwischen Dombås und Ulsberg sowie Berkåk und Støren ist offen.

Enge Zusammenarbeit

Bane NOR arbeitet in der entstandenen Situation eng mit der norwegischen Eisenbahndirektion Jernbanedirektoratet und den Bahngesellschaften zusammen. Ziel ist es, die Folgen für die Gesellschaft, die Fahrgäste und den Güterverkehr so gering wie möglich zu halten, aber es ist nicht möglich, die Dovrebanen ohne größere Folgen in Bezug auf Kosten, längere Fahrzeiten und Belastung des Straßennetzes zu ersetzen.

Mehrere Maßnahmen gleichzeitig in Angriff nehmen

Zusätzlich zu den Aufräumarbeiten, die an mehreren Stellen in Ostnorwegen und Trøndelag noch im Gange sind, arbeitet Bane NOR derzeit an mehreren Maßnahmen zur Wiedereröffnung der Dovrebanen.

• Wir prüfen mehrere Optionen für den Bau einer Behelfsbrücke über den Fluss Lågen.
• Wir arbeiten daran, die Kapazität der Røros-Linie durch eine Änderung des aktuellen Fahrplans zu erhöhen. Ziel ist es, mehr Platz für die Güterzüge zu schaffen, die normalerweise zwischen Oslo und Trondheim auf der Dovre-Linie verkehren.
• Wir planen den Bau einer neuen, festen Brücke über den Lågen.

Zuviel Wasser im Lågen

"Als Erstes müssen wir die Teile der Brücke entfernen, die im Fluss liegen. Das ist notwendig, wenn wir eine vorübergehende Lösung finden wollen", sagt Henning Bråtebæk, stellvertretender Geschäftsführer von Bane NOR. "Das Problem ist, dass die Wassermenge immer noch so groß ist, dass wir nicht in der Lage waren, dort zu arbeiten. Wir haben auch ein Bauunternehmen beauftragt und arbeiten mit dem staatlichen Verwalter im Innlandet und der NVE (Norwegische Direktion für Wasserressourcen und Energie) zusammen, um die Arbeit zu erledigen."

"Wir wissen nicht, wie lange es dauern wird, bis eine Behelfsbrücke errichtet ist. Vielleicht können wir Teile der Randklev-Brücke für diese Arbeiten nutzen", sagt Bråtebæk. "Gemeinsam mit den norwegischen Streitkräften über das Pionierbataillon der Brigade Nord, der norwegischen Straßenverwaltung und mehreren Partnern haben wir geprüft, ob die verfügbaren Ersatzbrücken für Straße und Schiene in Norwegen oder in unseren Nachbarländern als Behelfslösung genutzt werden können. Die beteiligten Fachgremien sind zu dem Schluss gekommen, dass die Ersatzbrücken für den Schienenverkehr auf der Strecke leider nicht geeignet sind."

"Wir haben Fachleute eingeschaltet und werden einen Vertrag mit einem Bauunternehmen abschließen, das uns bei der Planung und dem Bau der schnellsten und besten Lösung helfen kann."

Der Bau dauert lange

Die Arbeit an einer dauerhaften Lösung ist langfristiger, aber auch hier arbeitet Bane NOR mit Hochdruck und bereitet eine dringende Ausschreibung für einen "schlüsselfertigen Vertrag mit Zusammenarbeit" (totalentreprise med samhandling) vor.

Dies bedeutet eine enge Zusammenarbeit zwischen Bane NOR und dem Auftragnehmer, der Einfluss darauf nehmen kann, welche Lösungen gewählt werden, was wann und wie gebaut wird. "Wir wollen, dass dies schnell geschieht, und wir planen ein einfaches und arbeitssparendes Ausschreibungsverfahren für den Auftragnehmer", so Bråtebæk abschließend.

"Das Ziel ist klar: Wir wollen so schnell wie möglich eine neue Eisenbahnbrücke über den Fluss Gudbrandsdals-Lågen in Ringebu. Gleichzeitig besteht kein Zweifel daran, dass der Bau einer neuen Brücke viel Zeit in Anspruch nimmt."

Bengt Dahlberg, Quelle Bane NOR

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