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Dienstag, 29 August 2023 15:14

Norwegen: Dovrebanen - SJ Norge fragt nach staatliche Hilfe

Die Eisenbahngesellschaft SJ Norge ist nach dem Erdrutsch und dem Brückeneinsturz, der die Dovrebanen geschlossen hat, in großen Schwierigkeiten. Jetzt wird der Staat aufgefordert, einzugreifen. Am Montag fand ein Treffen zwischen der Vorsitzenden Monica Lingegård, der Direktorin Rikke Lind und dem Minister für Verkehr und Kommunikation Jon-Ivar Nygård (Ap) statt, schreibt Adresseavisen.

"Wir sind darauf angewiesen, dass die norwegischen Behörden jetzt schnell, klar und vorhersehbar handeln. Wir müssen von den norwegischen Behörden wissen, ob unsere Betriebsunterbrechungen entschädigt werden. Und wir müssen einen Plan haben, wie wir den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufnehmen können", sagt Lingegård.

Es gab eine Reihe von Problemen, die den Zugverkehr des Unternehmens zum Erliegen gebracht haben. Die Eisenbahnbrücke über den Gudbrandsdalslågen in Ringebu ist vor zwei Wochen eingestürzt. Auch in Trøndelag kam es zu Erdrutschen. Auf der Dovre-Linie verkehren nun Busse zwischen Lillehammer und Trondheim, während es auf der Røros-Linie an Lokomotiven und Kapazitäten mangelt. SJ Norge gibt an, dass das Unternehmen nun etwa 5 Mio. NOK pro Woche einbüßt, dazu kommen noch die Kosten für den Ersatz von Zügen durch Busse.

Nygård habe jedoch keine finanzielle Hilfe oder Entschädigung für die Unterbrechung zugesagt, so die Zeitung. Eine Stellungnahme des Ministeriums für Verkehr und Kommunikation (NTB) liegt nicht vor.

Marita Siebeneichner, WKZ, Quelle NRK

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