

Fotos National Rail, ORR.
Die britische Verkehrsgewerkschaft RMT hat ihre Mitglieder, Unterstützer und Kampagnengruppen für Donnerstag, 31.8.2023 zu einem Marsch zum Parlament und zur Downing Street aufgerufen, um die Fahrkartenschalter im Land zu retten.
Im Vorfeld der sog. Konsultation, d.h. der öffentlichen Meinungsbildung über die Zukunft der Fahrkartenschalter, die am 1. September endet, wird RMT dabei von Fahrgastverbänden und Behindertenrechtsaktivisten unterstützt. Bisher gingen darauf rund eine halbe Million Antworten ein, wobei die überwältigende Mehrheit die RMT-Kampagne unterstützt.
Die Bahngesellschaften und die Regierung wollen bis zu 1000 Fahrkartenschalter schließen und in der Folge etwa 2300 Arbeitsplätze in den Bahnhöfen des Landes abbauen.
Der Generalsekretär der RMT, Mick Lynch, erklärte: "Wir senden eine klare Botschaft an die Regierung und die profitorientierten Bahnbetreiber, dass unsere Fahrkartenschalter nicht geschlossen werden dürfen. Die Kampagne zur Rettung unserer Fahrkartenschalter hat eine breite öffentliche Unterstützung gefunden und eine Verlängerung der Konsultation erzwungen. Unsere Kampagne wird jedoch auch nach Ablauf der Konsultationsfrist fortgesetzt.
Die Schließung von Fahrkartenschaltern wird zu einem weitreichenden Personalabbau in den Bahnhöfen führen und die Bahn für Tausende von behinderten, schutzbedürftigen und älteren Fahrgästen unzugänglich machen. Doch wir werden nicht tatenlos zusehen, wie dies geschieht."
In den vergangenen Wochen hatten die Pläne zur Schließung der Fahrkartenschalter bereits in vielen Orten Englands zu Protestaktionen geführt, so z.B. in Bristol, Bath Spa und Hull.
RL, WKZ, Quellen: BBC, RMT