english

Donnerstag, 12 April 2018 13:50

Frankreich: Macron will die Reform "bis zum Ende" durchführen - SNCF bleibt zu 100 % in Staatshand

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich heute (12.04.18) während einer einstündigen Sonderausgabe der Sendung "13 Heures" als Gast bei dem Journalisten Jean-Pierre Pernaut auf TV1 erstmalig selbst zu den Streiks der Eisenbahner und den Reformen der SNCF geäußert.

Macron : "Wir brauchen eine starke französische Eisenbahn. Es ist gut für das Land. Reformen erfordern Anstrengungen von allen." Macron versicherte, dass er die Reform "bis zum Ende" durchziehen wird. "Die SNCF von morgen wird nicht die von gestern sein", betonte das Staatsoberhaupt.

Die Reform würde zu einem besseren Service führen: "Diese Reform, die Deutschen haben mehr oder weniger das Gleiche getan, schauen Sie sich das Ergebnis an: besserer Service, mehr Leute, die den Zug nehmen und mehr kleine Linien ... Ich bitte alle, sich zu bemühen, das ist wirklich die Voraussetzung für einen besseren Service. Wir müssen den ganzen Weg gehen, denn das ist es, was unser Land erwartet."

Zu den Streiks: "Ich respektiere die Gewerkschaften, sie haben ihren Platz im sozialen Dialog, sie verteidigen legitime Interessen. Ich sage ihnen nur: Keine übermäßigen Ängste: Die SNCF bleibt öffentlich, die Eisenbahner bleiben Eisenbahner. ... Die richtige Antwort ist nicht, mit der Reform aufzuhören, sondern sie gemeinsam durchzuführen."

Zum Argument, dass die Streiks gegen die Nutzer gerichtet sind: "Ich teile nicht die Meinung derjenigen, die Nutzer und Eisenbahner gegenüber stellen wollen. Wir dürfen das eine nicht gegen das andere ausspielen."

Emmanuel Macron: "Diese Reform (der SNCF) erfordert von allen Anstrengungen, um die Eisenbahn von morgen zu bauen. ... Ich will nicht, dass wir die Fahrpreise weiter erhöhen. Wir fordern die SNCF auf, Anstrengungen zu unternehmen. Es muss neu organisiert werden. Die Organisation des Unternehmens wird klarer sein, bisher ist sie so, dass die Person, die den Bahnhof verwaltet, nicht auch diejenige ist, der die Gleise verwaltet. Und es wird ein öffentliches Unternehmen sein, das garantiere ich. Es wird im Gesetz stehen: 100% Staatskapital."

WKZ, Quelle Le Monde, Le Parisien, Le Figaro

Zurück

Letzte Änderung am Sonntag, 15 April 2018 18:44

Nachrichten-Filter