

Fotos Jernbanedirektoratet/Njål Svingheim.
Am 29. August eröffnete der Minister für Verkehr und Kommunikation, Jon-Ivar Nygård, den ersten "grünen" Frachtterminal Norwegens. Der neue Frachtterminal am Nygårdstangen in Bergen ist auf null Treibhausgasemissionen ausgelegt. Der Terminal verdoppelt außerdem die Kapazität des alten Terminals und trägt dazu bei, den Schienengüterverkehr noch umweltfreundlicher zu machen.


Fotos Bane NOR/Marius Martinsen Vatvedt.
Längere Ladegleise, mehr Platz für den Frachtumschlag und ein effizienterer Betrieb. In enger Zusammenarbeit mit den Güterverkehrsunternehmen hat Bane NOR die Kapazität des Güterterminals Nygårdstangen verdoppelt. Von Anfang bis Ende des Projekts wurde dabei auf Umweltschutz gesetzt. In der Bauphase wurde großer Wert auf Energieeffizienz gelegt, unter anderem durch die Sortierung und Wiederverwendung von Materialien.
Der Güterbahnhof Nygårdstangen in Bergen wurde über mehrere Jahre hinweg umfassend umgebaut. Die gesamte Anlage wurde bei laufendem Betrieb des Terminals fertiggestellt. "Ich beglückwünsche die Bahn zu einem wichtigen Meilenstein für den Schienengüterverkehr", sagte der Minister für Verkehr und Kommunikation. "Gleichzeitig gratuliere ich Bane NOR zu einer gut ausgeführten Anlage und freue mich sehr, dass alles pünktlich und sogar deutlich unter dem Kostenvoranschlag fertiggestellt worden ist. Wenn wir wissen, dass ein Güterzug bis zu 30 Anhängern auf der Straße entspricht, dann ist die Kapazitätserweiterung, die wir jetzt haben, ein wichtiger Beitrag zu einem noch umweltfreundlicheren Transport auf der Schiene.


Fotos Jernbanedirektoratet/Njål Svingheim., Bane NOR/Marius Martinsen Vatvedt.
"Die Bergenbanen ist sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr wichtig", sagte Knut Sletta, Direktor vom Jernbanedirektoratet. "Der Güterverkehr hat jetzt mehr Kapazität und die Bahn hat das Potenzial für noch mehr Verkehr. Die Bergenbanen ist 114 Jahre alt und kann sich immer noch sehr gut gegen den Straßenverkehr behaupten. Hier in Nygårdstangen haben wir jetzt ein leistungsfähiges, effizientes und zukunftsorientiertes Terminal, und als Bauherr möchte ich Bane NOR zu einer guten Arbeit gratulieren."
Wichtig für die Branche
An der Eröffnung des neuen Terminals nahmen auch die Direktoren der großen norwegischen Güterbahngesellschaften CargoNet und Onrail teil. Ingvild Storås von CargoNet und Henning Aandal von Onrail sind beide sehr zufrieden mit dem neuen Terminal. "Wir wollen mehr davon und einen deutlich stärkeren Fokus auf den Schienengüterverkehr", sagen sie. "Wir sind Konkurrenten, haben aber gemeinsame Interessen. Im Moment befinden wir uns beide in einer schweren Krise, die durch Überschwemmungen und gesperrte Bahnstrecken verursacht wurde. Der Brückeneinsturz auf der Dovrebanen ist für uns besonders schwerwiegend, und wir sind sehr daran interessiert, Hilfe zu bekommen, um schnell gute Lösungen zu finden. Dies ist eine echte Krise für den Güterverkehr, und wir hoffen auf Hilfe sowohl von der Industrie als auch von den Behörden", betonen sie.


Fotos Jernbanedirektoratet/Njål Svingheim.
Neues Frachtterminal Nygårdstangen
• Norwegens zweitgrößter Frachtterminal
• Vorbereitet für den vollelektrischen Betrieb
• Vier Ladegleise, Rangiergleise und verdoppelte Kapazität
• Spezielles Autoterminal
• Ladestationen für Maschinen und Ausrüstung
• Elektrischer Anschluss für Kühlcontainer
• Abfertigung nur von Gütern, die auf der Schiene ankommen oder abfahren
• Abfertigung von 8-9 Güterzügen pro Tag
Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Jernbanedirektoratet, Bane NOR