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Dienstag, 19 September 2023 11:30

Italien: Ausschreibung für den intermodalen Knotenpunkt Brindisi veröffentlicht

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Fotos RFI, Port Brindisi.

Im Amtsblatt der Europäischen Union wurde am 13.09.2023 eine Ausschreibung für die Ausführungsplanung und die Ausführung der Arbeiten für den "Intermodalen Knotenpunkt Brindisi - Verbindung des Industriegebiets hinter dem Hafen von Brindisi mit der nationalen Eisenbahninfrastruktur" veröffentlicht.

Das Projekt sieht die Fertigstellung und technologische Ausstattung des neuen Bahnhofs "Brindisi Intermodal" vor - der über vier zentrale 750 Meter lange Modulgleise für die Ankunft und Abfahrt von Güterzügen verfügen wird - sowie die Eisenbahnverbindung des neuen Bahnhofs mit der Adria-Linie (Ferrovia Adriatica) durch eine neue eingleisige, elektrifizierte Strecke mit Anschluss an den neuen Knotenpunkt "Brindisi Sud" (PC).

Ziel ist es, den Güterverkehr über den bestehenden Backbone der Hafengesellschaft ASI Brindisi zum Hafenkai Costa Morena zu leiten und die Zugterminierung für den Hafen, das Industriegebiet und in Zukunft auch für das intermodale Logistikplateau zu rationalisieren.

Das Projekt ist Teil der Maßnahmen, die im Vertrag über die institutionelle Entwicklung (Contratto Istituzionale di Sviluppo, CIS) für Apulien vorgesehen sind, der 2018 zwischen dem Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung, der Region Apulien, den Provinzen und den beteiligten Gemeinden unterzeichnet wurde. Der intermodale Knotenpunkt Brindisi wird auch ein Schlüsselelement für die Verbindung zwischen den europäischen TEN-V-Korridoren (Transeuropäisches Verkehrsnetz) sein, insbesondere zwischen dem Skandinavien-Mittelmeer-Korridor und dem östlichen Mittelmeerkorridor.

Der Ausschreibungsbetrag für den Hauptauftrag beläuft sich auf rund 35 Mio. EUR, wovon 15 Mio. EUR aus dem Nationalen Konjunkturprogramm (PNRR) und 20 Mio. EUR aus dem Fonds für Entwicklung und Kohäsion (FSC) stammen..

Die Arbeiten sollen bis 2026 in Betrieb genommen werden.

Ende August gab es Protestdemonstration gegen ein LNG-Lager von Edison im Hafen von Brindisi. "Wir sind der festen Überzeugung", schreiben die Umweltverbände, "dass die Entscheidung, ein LNG-Depot/eine LNG-Anlage im Hafen von Brindisi zu bauen, trotz der offensichtlichen und selbstverständlichen beruhigenden Erklärungen die Multifunktionalität des Hafens irreparabel und unwiderruflich gefährden wird, was dem übrigen Hafenverkehr und der Entwicklung der Hafenlogistik schaden wird, anstatt eine gute Wirtschaft und Beschäftigung zu fördern. Neben wirtschaftlichen, beschäftigungspolitischen und infrastrukturellen Gründen gibt es auch Umwelt- und Sicherheitsgründe.

WKZ, Quelle RFI, Pugliapress, L'Edicola del Sud

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