

Fotos ProRail, NS.
Seit dem 1. Oktober 2023 verfügt ProRail über ein leistungsfähiges Schienenfahrzeug, das für die Störungsbeseitigung auf den Gleisen eingesetzt werden kann: den Unimog. Eine großartige Zusammenarbeit zwischen ProRail und NS, um Fahrgäste schneller aus liegengebliebenen Zügen zu befreien. Der Unimog wird zunächst für NS eingesetzt, wird aber auch für andere Transportunternehmen verfügbar sein. Daran arbeiten wir als ProRail bereits intensiv.


Zur Unfallbekämpfung kann dieses einzigartige Schienenfahrzeug eingesetzt werden, um z. B. liegengebliebene Züge zu entfernen. Dies geschieht vor allem in Notfällen, in denen ein Zug einen externen elektrischen Antrieb benötigt und andere Schleppmittel nicht verwendet werden können oder sollen, zum Beispiel bei Problemen mit der Oberleitung. Solche Grundberührungen dauern oft sehr lange und verursachen große Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste und den Zugverkehr.
Das Fahrzeug ist mit einer Hebebühne ausgestattet, die ein sicheres und einfacheres Arbeiten in der Höhe ermöglicht. Der Unimog kann sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene fahren und ist auch nicht von der Oberleitung abhängig: sehr praktisch, wenn die Spannung auf der Oberleitung nicht vorhanden ist. Bei einem Zwischenfall entscheiden die Mitarbeiter von ProRail, welche Mittel am besten geeignet sind, um den Zwischenfall zu lösen.
Gemeinsames Projekt
NS und ProRail arbeiten seit 2019 gemeinsam an diesem Projekt. Andrea Langerak, Projektleiterin bei ProRail: "Es gab viele Schritte wie den Bau des Fahrzeugs, die Beantragung der Genehmigung, die Ausnahmegenehmigung der Umwelt- und Verkehrsbehörde, die Tests mit dem Unimog und verschiedenen Zugtypen sowie die Schulung der Betreiber. Es war ein Projekt mit erheblichen Herausforderungen. Aber viele Kollegen von NS und ProRail haben geholfen, alle Hindernisse zu überwinden, um den Unimog einsetzen zu können."
Annelies van Unen von NS ist verantwortlich: "Obwohl nur vier Unimogs beteiligt sind, hat dieses Projekt alle Merkmale einer normalen Rollmaterialeinführung, und dann auch noch innerhalb zweier Organisationen. Wir haben das Fachwissen und das Engagement vieler Kollegen bei NS und ProRail genutzt. Schön, dass wir mit dem Einsatz des Unimogs die Unannehmlichkeiten eines Stillstandes für die Reisenden reduzieren können."
Einsatzgebiet
ProRail verfügt jetzt über vier Unimogs. Diese sind an ProRail-Standorten entlang des sogenannten A2-Korridors stationiert: der Strecke von Amsterdam über Utrecht und Den Bosch nach Eindhoven. Bei Bedarf kann der Unimog auch auf einem anderen Streckenabschnitt eingesetzt werden. Der Einsatz des Unimogs erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen dem gestrandeten Transportunternehmen, dem Disponenten und dem Unimog-Betreiber. Ziel ist es, den Fahrplan nach einer Strandung so schnell wie möglich wieder aufzunehmen.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle ProRail, NS