
Foto Alstom.
Alstom, ein weltweit führender Anbieter von nachhaltigen und intelligenten Mobilitätslösungen, und FLOX Robotics, ein innovativer Anbieter von Robotiklösungen, stellen ihren gemeinsamen Ansatz zur Lösung eines wichtigen Problems im Eisenbahnsektor vor: Kollisionen mit Wildtieren.
Die Koexistenz von Wildtieren und Menschen stellt immer wieder eine große Herausforderung dar. Aufgrund von Zuggeschwindigkeiten und Bremswegen kommt es im Schienenverkehr häufig zu unvermeidbaren Kollisionen mit Wildtieren. Diese Vorfälle verursachen erhebliche materielle Schäden, ein emotionales Trauma für die Zugführer und den Tod von Tieren. Vorbeugende Maßnahmen zur Vermeidung von Kollisionen mit Tieren sind unerlässlich, um die Tierwelt zu schützen und gleichzeitig die volle Kapazität des Schienenverkehrs aufrechtzuerhalten.
"Als ein weltweit führender Anbieter von Mobilitätslösungen setzt sich Alstom für mehr als nur die Verbindung von Orten ein. Unser Hauptaugenmerk liegt darauf, sicherzustellen, dass unsere Innovationen die Natur und die Gesellschaft, in der wir tätig sind, respektieren und schützen. Unsere Zusammenarbeit mit FLOX Robotics ist ein Beispiel für dieses Engagement. Indem wir uns der Herausforderung von Wildtierkollisionen stellen, unternehmen wir einen wichtigen Schritt, um den Verkehr mit der Umwelt in Einklang zu bringen. Wir glauben, dass wir mit Technologie und Entschlossenheit Lösungen schaffen können, die sowohl der Menschheit als auch der Natur zugute kommen", sagte Gaël Chosson, Head of Innovation Station bei Alstom.
"Wir kombinieren modernstes Wissen über Wildtiere mit künstlicher Intelligenz, um sicherzustellen, dass die Lösung artenübergreifend und autonom ist und über lange Zeiträume hinweg mit hoher Effizienz arbeitet - damit sich die Wildtiere nicht daran gewöhnen, was sich bei bestehenden Lösungen als Problem erwiesen hat", sagte Sara Nozkova, CEO von FLOX Robotics.
Innovative Lösung
Durch die Zusammenarbeit wird eine innovative Lösung eingeführt, die Tiere abschreckt und die Wahrscheinlichkeit von Zusammenstößen verringert. Durch den Einsatz fortschrittlicher Bildanalyse und KI-Algorithmen kann die Technologie Tiere in der Nähe erkennen und einen maßgeschneiderten Vergrämungston aussenden, um sie abzuschrecken. Diese in Zusammenarbeit mit der Schwedischen Universität für Agrarwissenschaften (SLU) entwickelte Technologie passt sich im Laufe der Zeit an und gewährleistet eine dauerhafte Wirksamkeit. Tests, die in Schweden mit der schwedischen Verkehrsbehörde durchgeführt wurden, haben ihre Wirksamkeit in 88 % der Fälle bestätigt.
Im Gegensatz zu alternativen Lösungen, die im Laufe der Zeit an Wirksamkeit verlieren, wenn sich die Tiere an den abstoßenden Ton gewöhnen, gewährleistet das Alstom-FLOX Robotics System eine kontinuierliche Wirksamkeit. Herkömmliche Systeme, die einen konstanten Ton für alle Tiere abgeben, schrecken bestimmte Arten oft nicht ab. Darüber hinaus können Systeme, die Lärm erzeugen, wenn sich ein Zug nähert, sowohl die örtliche Bevölkerung als auch Wildtiere, die sich nicht auf den Gleisen aufhalten, unnötig stören.
Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen noch in diesem Jahr Pilotprojekte in ausgewählten Regionen gestartet werden, um das Engagement für den Umweltschutz und die Sicherheit im Schienenverkehr zu unterstreichen.
Globale Auswirkungen
• Schweden: 5.000 Kollisionen pro Jahr.
• Frankreich: 2.000 Zusammenstöße pro Jahr.
• Norwegen: 1.250 Zusammenstöße pro Jahr.
Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle Alsom, FLOX