
Foto České dráhy.
Das Verkehrsministerium der Tschechischen Republik und die Tschechischen Bahnen České dráhy haben einen Zehnjahresvertrag über die Erbringung von öffentlichen Personenverkehrsdiensten auf der Strecke Ex 32 Praha - Pardubice - Staatsgrenze Lichkov (- Polen) für den Zeitraum des Fahrplans 2025 bis 2034 abgeschlossen.
Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der zwischenstaatlichen Verbindungen und ermöglicht die Verbindung der tschechischen Hauptstadt Prag und Ostböhmens mit den polnischen Städten Wrocław, Poznań, Bydgoszcz, Gdańsk und Gdynia.
"Wir arbeiten kontinuierlich daran, die Verkehrsverbindungen zwischen der Tschechischen Republik und unseren Nachbarn bei allen Verkehrsträgern zu verbessern. Unser besonderes Augenmerk gilt dem ökologischen Schienenverkehr, seiner Beschleunigung, der Erhöhung der Streckenkapazität und der Einführung neuer hochwertiger Verbindungen. Die Schaffung einer neuen tschechisch-polnischen Strecke, die Prag und Ostböhmen mit dem westlichen Teil Polens, einschließlich touristischer Ziele wie Wrocław und der Ostseeküste, verbindet, passt in diese Strategie. Eine solche Verbindung fehlt schon seit langem. Bislang führen Fernverkehrsverbindungen nach Polen nur über Bohumín. Ich bin überzeugt, dass diese tschechisch-polnische Zusammenarbeit den gegenseitigen Tourismus und andere Wirtschaftsbeziehungen fördern wird", sagt Martin Kupka, Verkehrsminister der Tschechischen Republik.
"Die Vergabe des Auftrags für den Betrieb dieser neuen Strecke an die Tschechischen Bahnen beweist, dass wir in der Lage sind, ein qualitativ hochwertiges und preislich attraktives Angebot zu erstellen. Auf dieser Strecke werden wir mit unserem polnischen Partner PKP Intercity zusammenarbeiten und gemeinsam den gewohnten Komfort der EuroCity-Züge bieten, wie klimatisierte Wagen, Internetzugang über das bordeigene Wi-Fi-Netz oder die Möglichkeit, Reiseelektronik zu betreiben. Die Fahrt zwischen Praha und Wrocław in Polen soll rund 4 Stunden dauern, was deutlich weniger ist als bisher", sagt Michal Krapinec, Vorsitzender des Vorstandes und Generaldirektor der ČD.
Die Züge auf der Strecke Ex 32 Prag - Pardubice - Wrocław - Gdynia werden mit klimatisierten Wagen des EuroCity-Standards der ČD und PKP Intercity betrieben. Die Wagen werden etwa 250 Sitzplätze bieten und für die Beförderung von Rollstühlen, Kinderwagen und Fahrrädern ausgestattet sein. Den Fahrgästen wird eine Reihe von Dienstleistungen angeboten, darunter Internetzugang über das bordeigene Wi-Fi-Netz und Erfrischungen. Diese werden zunächst in Form eines Lieferservices angeboten, und ab dem Fahrplan 2026 ist der Einsatz eines Restaurant- oder Bistrowagens geplant, der das Reiseerlebnis weiter verbessern wird.
Die Fahrtzeit zwischen Praha und Wrocław soll auf dieser Strecke etwa 4 Stunden und zwischen Praha und Gdynia etwa 9 Stunden betragen. In der Tschechischen Republik sind neben Praha auch Haltestellen in Kolín, Pardubice, Ústí nad Orlicí, Letohrad, Jablonné nad Orlicí und Lichkov vorgesehen. Die Züge werden viermal täglich von beiden Enden der Strecke im 4-Stunden-Takt abfahren. Die genauen Zugverbindungen werden im Rahmen der Erstellung des Fahrplans 2025 festgelegt.
Die neue Bahnlinie Ex 32 Praha - Pardubice - Wrocław - Gdynia ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der zwischenstaatlichen Verbindung zwischen der Tschechischen Republik und Polen. Sie wird den Fahrgästen modernen Komfort, schnelle Beförderung und ein breites Angebot an Dienstleistungen bieten
Im Jahr 2009 verkehrte ein direktes Schnellzugpaar Praha - Wrocław über Hradec Králové mit einer Fahrzeit von etwa 6,5 Stunden. Im Jahr 2010 verkehrte ein Zugpaar Orlice Pardubice - Wrocław. Bei der Anreise aus Praha war ein Umsteigen erforderlich und die schnellste Verbindung dauerte mehr als 5 Stunden. Die neuen Züge werden also eine wesentlich schnellere und qualitativ bessere Verbindung zwischen den tschechischen und niederschlesischen Metropolen bieten als bisher. Die Fahrt von Praha und der Tschechischen Republik nach Gdańsk auf der Linie Ex 32 wird dann etwa 3 Stunden schneller sein als die bisherige Fahrt über Bohumín und Warszawa.
WKZ, Quelle České dráhy