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Dienstag, 24 April 2018 10:05

Österreich: Vorinformation Direktvergabe Verkehrsverdichtung Dieselnetz Wiener Neustadt 1

Der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH hat im Amtsblatt der Europäischen Union eine Vorinformation zur Direktvergabe SPNV 2019 - Dieselnetz Wiener Neustadt 1 gegeben (2018/S 079-177712).

Zur Verdichtung des Nahverkehrs auf Basis des Mobilitätspaketes Niederösterreich sowie zur Erhöhung der Sitzplatzkapazitäten als Folge steigender Nachfrage im stadturbanen Bereich soll auf den nicht elektrifizierten Strecken im Raum Wiener Neustadt und im Bereich des südlichen Wiener Beckens das Fahrplanangebot ausgeweitet bzw. verstärkt werden.

Im Detail betrifft das die Streckenabschnitte von Wiener Neustadt nach Aspang Markt (Äußere Aspangbahn) sowie von Wiener Neustadt über Leobersdorf und Berndorf Stadt nach Weissenbach-Neuhaus (Triestingtalbahn).

Im Abschnitt Wiener Neustadt – Aspang Markt sollen Montag bis Freitag bis zu 8 Züge und am Wochenende und an Feiertagen bis zu 19 Züge zusätzlich verkehren. In Summe sollen somit zusätzlich auf der Linie Äußere Aspangbahn bis zu 110 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden.

Im Abschnitt Wiener Neustadt – Leobersdorf – Berndorf Stadt – Weissenbach-Neuhaus sollen Montag bis Freitag bis zu 10 Züge und am Wochenende und an Feiertagen bis zu 18 Züge zusätzlich verkehren. In Summe sollen somit zusätzlich auf der Linie Triestingtalbahn bis zu 85 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden.

In Summe sollen somit gesamt, vorbehaltlich der Finanzierungsmöglichkeit, zusätzlich auf den Linien Äußere Aspangbahn und Triestingtalbahn bis zu 195 000 Zug-Kilometer pro Jahr bestellt werden. Der Aufraggeber behält sich vor nur Teile der Leistungen abzurufen.

Zur Anwendung kommt eine Direktvergabe gem. Art 5 (6) der Verordnung(EG) Nr. 1370/2007.

Zur Sicherstellung eines in der Erbringung von ÖPNV-Leistungen unerlässlichen hohen KundInnennutzens, sowie hohen Qualitätsniveaus besteht das Ziel, umsteigefreie Direktverbindungen anzubieten.
Voraussichtliche Dauer der Beauftragung: 6.5.2019 bis Fahrplanwechsel 12.2019.

Zum Einsatz sollen dem Behindertengleichstellungsgesetz entsprechende Regional- oder Nahverkehrszüge kommen, welche auf der vorhandenen Eisenbahninfrastruktur unter Berücksichtigung der Bahnsteiglängen und Bahnsteighöhen eingesetzt werden können. Das Zugmaterial muss zudem folgende Eigenschaften besitzen: Behindertengerechtigkeit, Mehrzweckabteil, Klimatisierung, Sanitäranlagen und akustisches Fahrgastinformationssystem.

Die Fahrzeuge müssen für den Schienenpersonenverkehr in der Republik Österreich zum Zeitpunkt der Betriebsaufnahme zugelassen sein.
Eisenbahnverkehrsunternehmen, die zur Erbringung von Schienenverkehrsdienstleistungen in Österreich befähigt sind und plausibel darlegen können, dass sie die zu beauftragenden Verkehrsdienstleistungen mit den dargestellten Anforderungen erbringen können, können bei der Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH mittels Vorlage eines zumindest in seinen wesentlichen Grundzügen erstellten Angebots ihr Interesse am Auftrag bekunden.

Dieses Angebot kann innerhalb eines Jahres ab dem Tag der Vorinformation eingereicht werden. Der Auftraggeber ersucht jedoch um möglichst rasche Übermittlung bis 11.2018. Sollte keine umsteigefreie Direktverbindung angeboten werden können, kann im Angebot dargelegt werden, wie dieser Nachteil in der Nutzerfreundlichkeit ausgeglichen werden soll.

Das Eisenbahnunternehmen muss die Leistung im Verbundtarif erbringen. Hierfür hat sich das Eisenbahnunternehmen ins Einvernehmen mit dem Auftraggeber zu setzen.
Quelle EU-Amtsblatt

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