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Dienstag, 24 April 2018 11:37

Spanien: 282 Mio. Euro für neue Züge - hohe Trassengebühren erhöhen die Schulden

Der spanische Bahnbetreiber Renfe plant, in diesem Jahr 282 Mio. Euro in Züge zu investieren, was 74% des gesamten Investitionsbudgets von 378 Mio. Euro entspricht. Der Betrag wird für die Jahreszahlungen der Bestellung neuer AVE-Züge verwendet, die Ende 2016 an Talgo vergeben wurde, sowie zur Modernisierung der bestehenden Flotte, insbesondere in Bezug auf die Zugänglichkeit, bericht La Vanguardia.

Die restlichen 96 Mio. Euro für dieses Jahr werden in die Verbesserung der Cercanías-Bahnhöfe, Werkstätten und des Verkaufssystems fließen, so Renfe-Präsident Juan Alfaro in seiner Rede vor der Förderungskommission des Kongresses.

Angesichts dieser Investitionen und der Erhöhung der Gebühren, die an den Infrastrukturverwalter Adif für die Nutzung von Eisenbahninfrastrukturen entrichtet werden, wurde Renfe vom Staat ermächtigt, ihre Verschuldung um 250 Mio. Euro zu erhöhen.

Aus finanzwirtschaftlicher Sicht verfolgt der Betreiber für 2018 das Ziel, den im Jahr 2017 erzielten Gewinn zu konsolidieren, der erstmals in seiner Geschichte ohne außerordentliche Posten erreicht wurde. Auf diese Weise wird ein Vorsteuerergebnis von rund 65 Mio. Euro erwartet.

Gleichzeitig erwartet Renfe von ihrer Gütertochter Renfe Mercancías erstmals in der Geschichte ein positives Bruttoergebnis (Ebitda) aufgrund der in diesem Geschäftsbereich durchgeführten Reorganisations- und Restrukturierungsmaßnahmen.

WKZ, Quelle La Vanguardia

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