

Fotos ProRail.
Wieder einmal sorgt ein Dachsbau für Probleme auf der Bahnstrecke. Diesmal zwischen Boxtel und Liempde. Dachse graben gerne Höhlen unter dem Bahndamm. Durch diese Bauten besteht jedoch die Gefahr, dass die Gleise absacken.


Fotos ProRail.
Wieder einmal sorgt ein Dachsbau für Probleme auf der Bahnstrecke. Diesmal zwischen Boxtel und Liempde. Dachse graben gerne Höhlen unter dem Bahndamm. Durch diese Bauten besteht jedoch die Gefahr, dass die Gleise absacken.
Dachse (eine vom Aussterben bedrohte Art) haben nach wie vor eine große Vorliebe für Bahndämme und Gleisbetten, in denen sie ihre Höhlen graben. Jetzt sind Boxtel und Umgebung ihre neue "Adresse". Boxtel ist ein Punkt, an dem 2 Eisenbahnlinien zusammenlaufen: 's-Hertogenbosch - Eindhoven und Tilburg - Eindhoven. Vor allem die Strecke von Tilburg bis kurz vor Boxtel ist zu ihrem illegalen Wohnsitz geworden. Man könnte scherzhaft sagen, dass sie jetzt den Bahndamm dort "besetzt" haben.
Boxtel liegt übrigens nicht weit von Vucht entfernt, wo früher ebenfalls ein Dachsbau gefunden wurde, der inzwischen geräumt und wiederhergestellt wurde. Dieses Phänomen ist auch in Deutschland aufgetreten.
Vor vierzehn Tagen entdeckte ProRail diesen neuen Dachsbau. Wir haben das Gleis inspiziert, und es besteht die Gefahr von Setzungen. Daher hat ProRail beschlossen, die Geschwindigkeit des Zugverkehrs auf 40 Kilometer pro Stunde zu reduzieren, um einen sicheren Zugverkehr zu gewährleisten. Das hat zur Folge, dass zwischen der Universität Tilburg und Eindhoven weniger Zugverkehr stattfinden wird.
Was werden wir dagegen tun?
Im Moment zählen wir 11 verschiedene Eingänge unter den Gleisen und berücksichtigen verschiedene Baue. Sobald ein Dachsbau entdeckt wird, behalten wir ihn genau im Auge und führen ökologische Untersuchungen durch, um seine Entwicklung zu verfolgen. Außerdem beschneiden wir das Gebiet, wo dies zulässig ist, um es für den Dachs weniger attraktiv zu machen.
Gleichzeitig bereiten wir einen Antrag auf Beseitigung des Baues vor. Da der Dachs jedoch ein geschütztes Tier ist, benötigen wir dafür eine Ausnahmegenehmigung des Rijksdienst voor Ondernemend Nederland (RVO). Die Ausnahmegenehmigung wurde am Montag, dem 4. Dezember, beantragt, und wir befinden uns in guter Abstimmung mit dem RVO über das weitere Vorgehen.
Nach der Ausnahmegenehmigung
Sobald die Ausnahmegenehmigung erteilt ist, können wir mit der Beseitigung des Dachsbaues beginnen. Wir ergreifen dann zunächst Maßnahmen, um den Dachs aus eigenem Antrieb zu vertreiben, die so genannte Vergrämungspolitik, und sorgen dann dafür, dass er nicht zurückkommt. Sobald der Dachs verschwunden ist, können wir die Gleisböschung reparieren, damit die Züge wieder mit voller Geschwindigkeit fahren können.
In der Zwischenzeit behalten wir die Strecke durch Inspektionen genau im Auge und haben Sensoren installiert, um die Situation genau zu überwachen. Wir haben an dieser Stelle aktive Dachse festgestellt, und die Grabungen nehmen zu. Wir können daher nicht ausschließen, dass wir zusätzliche Maßnahmen ergreifen und den Zugverkehr einstellen müssen.
Konsequenzen für den Zugverkehr
Derzeit dürfen die Züge noch mit 40 Stundenkilometern über die Strecke fahren. Das hat Folgen für den Fahrplan. Mindestens bis Freitag, den 8. Dezember, wird der Sprinter zwischen der Universität Tilburg und Boxtel nicht verkehren.
Grund dafür sind die Bauarbeiten in Emmerich, in deren Folge der Güterverkehr über die Brabantroute umgeleitet wird. Die Arbeiten werden am Freitag zu Ende sein, und wir erwarten, dass alle Züge ab Samstag, den 9. Dezember, wieder fahren können, wenn auch noch mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung. Wir empfehlen den Reisenden, vor der Abfahrt die Fahrplanauskunft zu prüfen.
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, WKZ, Quelle ProRail