Heute wurde eine umfassende Erneuerung des lettischen Eisenbahnnetzes eingeweiht: Der erste von 23 neuen elektrischen Zügen nahm den Fahrgastbetrieb in Rīga und dem umliegenden Regionalnetz auf. Der mit Spannung erwartete neue Zug, der aus den EU-Kohäsionsfonds des Programmplanungszeitraums 2014-2020 mit insgesamt 114 Mio. EUR kofinanziert wird, fuhr heute Morgen mit vielen begeisterten Fahrgästen vom Hauptbahnhof Rīga ab.
Der für eine bürgernahe Wirtschaft zuständige Kommissionsvizepräsident und Handelskommissar Valdis Dombrovskis und der lettische Verkehrsminister Kaspars Briškens nahmen an der Eröffnungsfahrt teil.
Exekutivvizepräsident Dombrovskis sagte dazu: "Ich freue mich sehr, dass die EU-Finanzierung zu einer erheblichen Verbesserung des lettischen öffentlichen Verkehrssystems beiträgt, von der Tausende von Fahrgästen im Land profitieren können. Diese neue Zugverbindung wird ihr tägliches Leben verbessern und Menschen und Orte wie nie zuvor miteinander verbinden. Wir müssen weiterhin mit den lettischen Behörden zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass alle verfügbaren EU-Mittel rechtzeitig für die Verbesserung der lettischen Verkehrsinfrastruktur und -anbindung eingesetzt werden".
Die für Kohäsion und Reformen zuständige Kommissarin Elisa Ferreira fügte hinzu: "Diese elektrischen Züge zeigen, wie die Kohäsionspolitik sowohl den ökologischen Wandel als auch das Wohlergehen der europäischen Bürger unterstützt. Die EU-Kohäsionsmittel haben nicht nur den Bau dieser Züge ermöglicht, sondern auch die Zuginfrastruktur im weiteren Sinne unterstützt, z. B. Bahnsteige, multimodale Verkehrsverbindungen und bessere Zugänglichkeit für Menschen mit Behinderungen".
Mit dem neu gestalteten Zugangebot sollen jährlich rund 15 Millionen Menschen auf den Regionalstrecken befördert werden. Dies wird zu einer erheblichen Verringerung der Luft- und Lärmbelastung, der Treibhausgasemissionen und der Verkehrsstaus in Riga führen. Außerdem wird sich die Reisezeit für die Bewohner der umliegenden Stadt Pieriga verkürzen.
WKZ, Quelle EU-Kommission