

Fotos Peter Pohlmann, Rüdiger Lüders.
SJ streicht kurzfristig und mit sofortiger Wirkung eine große Anzahl von X 2000-Abfahrten. Der Grund ist, dass die Züge als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme einer Inspektion unterzogen werden müssen, nachdem ein X 2000-Zug am Donnerstagabend auf der Fahrt zwischen Stockholm und Göteborg einen Radschaden erlitten hat. Die Folge ist ein akuter Mangel an Fahrzeugen, und es wurden alle Ressourcen mobilisiert, um die Züge so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen.
"Ich bedauere sehr, dass diese kurzfristige Mitteilung viele Reisende betrifft, aber wenn es um die Sicherheit geht, hat sie für uns immer höchste Priorität. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Züge so schnell wie möglich wieder in Betrieb zu nehmen", sagt Tobbe Lundell, Pressesprecher.
Die Inspektion betrifft die Züge, die Radsätze des gleichen Typs wie die gestern beschädigte Garnitur haben, die anderen Züge fahren wie geplant. Die zusätzliche Inspektion wird sofort beginnen, und es wird angestrebt, dass die Züge so bald wie möglich wieder verkehren können.
Der Zug X 2000, der am Donnerstag auf dem Weg von Stockholm nach Göteborg in der Nähe von Gnesta einen Radschaden erlitt, wurde von Technikern vor Ort untersucht und wird am Wochenende in eine Werkstatt geschleppt. Der betroffene Zug wurde nach allen üblichen Verfahren gewartet und instand gehalten, und der Schaden wird nun weiter untersucht. Die Fahrgäste an Bord wurden in einen anderen Zug evakuiert und konnten ihre Reise nach Göteborg mit einer Verspätung fortsetzen.
Reisende werden gebeten, sich auf sj.se und in der SJ-App über die Verkehrslage auf dem Laufenden zu halten. Es ist derzeit schwer abzuschätzen, wie viele Abfahrten betroffen sein werden.
Insgesamt werden neun X2000-Züge aus dem Verkehr gezogen, heisst es bei SVT. SJ-Pressesprecherin Martina Nord kann aber noch nicht genau sagen, welche Abfahrten auf welchen Strecken ausfallen werden. "Besonders betroffen sind die Metropolstrecken, wo viele X2000-Züge verkehren, aber wir wissen noch nicht genau, welche Abfahrten. Wir sind gerade dabei, diese Analyse zu erstellen."
Alle verfügbaren Ressourcen werden jetzt eingesetzt, um sicherzustellen, dass die Auswirkungen so gering wie möglich sind.
Bengt Dahlberg, Marita Siebeneichner, WKZ, Quelle SJ, SVT