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Montag, 18 Dezember 2023 11:05

Schweden: LKAB zur Entgleisung in Vassijaure

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Fotos LKAB.

Am Abend des 17. Dezember entgleiste ein voll beladener Erzzug von Kiruna nach Narvik im Bahnhof Vassijaure, nahe der norwegischen Grenze. Die schwedische Verkehrsbehörde Trafikverket geht davon aus, dass der Verkehr erst Ende der 52. Woche wieder aufgenommen werden kann: "Jeder Tag, an dem wir nicht fahren können, bedeutet für uns erhebliche finanzielle Einbußen", sagt Linda Bjurholt, Logistikmanagerin bei LKAB.

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Der Zug entgleiste, als er gerade in eine so genannte Schneegalerie einfahren wollte, ein Gebäude, das die Gleise abdeckt, um sie vor Schnee zu schützen. Am Anfang und am Ende des Zuges blieben einige Waggons auf dem Gleis stehen, während mehrere innerhalb der Schneegalerie entgleisten. Das Personal an Bord der Lokomotive kam unverletzt davon.

"Das ist das Wichtigste, dass es keine Verletzten gab. Aber es ist sehr ernst mit einer so großen Entgleisung, die den Verkehr für lange Zeit zum Erliegen bringen wird. Jeder Tag zählt, und wenn wir ein ganzes Jahr lang stehen bleiben, sprechen wir von über einer Milliarde an Einnahmeausfällen", sagt Linda Bjurholt.

Da die Haverikommissionen eingeschaltet werden könnte, hat LKAB keinen Zugang zur Unfallstelle erhalten und kann daher keine detaillierte Prognose abgeben. Trafikverket teilte zunächst mit, dass der Verkehr frühestens an Heiligabend wieder aufgenommen werden könne, änderte diese Aussage aber später auf frühestens Ende der KW 52. Die Ursache für die Entgleisung ist noch unbekannt.

"Wir untersuchen jetzt die Folgen für unsere Lieferungen und unsere Produktion, wir haben eine gewisse Kapazität, um Produkte auf Lager zu nehmen, aber nicht unbegrenzt. Im schlimmsten Fall bedeutet dies, dass wir die Produktion in Kiruna einstellen müssen. Wir arbeiten gut mit Trafikverket zusammen und hoffen, dass wir mit vereinten Kräften so schnell wie möglich eine Lösung finden können", sagt Linda Bjurholt.

Auf die Strecke Kiruna - Narvik entfallen mit zehn voll beladenen Erzzügen pro Tag etwa zwei Drittel der Eisenerzlieferungen von LKAB. Auf dem südlichen Abschnitt, Gällivare-Luleå, verkehren täglich vier bis fünf Züge. Derzeit gibt es keine Kapazitäten, um den Verlust durch den Transport von Produkten in Richtung Süden auszugleichen.

Bengt Dahlberg, Marita Siebeneichner, Werner Glaeseker, WKZ, Quelle LKAB

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